Tag 31- Trail catchen bis Mile 272.99- 6.78 Milen heute

Nachdem ich ausgeschlafen habe, was doch etwas später war als gedacht und gehofft, habe ich alles zusammengepackt und im Hotel ausgecheckt. Wollte eigentlich mit dem Bus nach Big Bear City und von da aus hitchhiken. Tim musste schon mit einem ganz frühen Bus los fahren. Er muss jetzt endgültig zurück nach Seattle.

Bin heute auch etwas nervöser als sonst, zurück auf den Trail zu gehen. Hier oben ist ab morgen Schnee gemeldet und es ist frisch geworden. Ich hätte gerne noch mit dem Abstieg heute angefangen.

Irgendwie wollte es mit dem Bus wirklich nicht klappen, bin dann Richtung Big Bear City gelaufen, wollte hitchhiken aber der Platz war nicht der Beste. Irgendwann stoppte und hupte ein Auto, obwohl ich nichts mehr machte. Ich bin hin und wollte nett fragen und er. Steig ein, habe dich am Hotel gesehen, ich fahr dich zum Trail. Okay danke. 😀 Er ist der Hoteleigentümer vom Robin Hood und hat mich ausgefragt, wie ich sein Hotel fande. 

Zurück auf dem Trail, Mile 266. Klar ein schönes Gefühl. Nur mein Fuss macht nicht mit. Hoffe, dass er nur etwas Zeit zum einlaufen brauch. Wenn nicht werde ich die Zeit hier geniessen, langsam weiter machen und dann naja… bis nach Canada schaffe ich es nicht. 🙁 Er wurde geröngt, man konnte nichts sehen, nur die Verstauchung.

Im Auto hatten wir das Thema, was ich mache wenn es nicht mehr geht. Nächstes Jahr zurück kommen und von vorne starten! Wenn ich von mir aus aufhöre, weil ich nicht mehr kann ist es etwas anderes, wenn ich wegen einer Verletzung aufgeben muss, sehe ich es nicht ein.

Nach kurzer Zeit kam ich an einem Mädel vorbei. Musste sie fragen ob alles in Ordnung ist, sie sah nicht gut aus. Sie sagte sie habe auch den Magen- Darm- Virus abbekommen. Sie tat mir leid, aber in der Verfassung wäre ich nicht los. Sie ist auch mit 3 Freunden unterwegs und sie schauen auf sich. Ich bin an sich wieder fit, aber es hat mich geschlaucht von den letzten 2 Tagen, Bauchschmerzen und Entleerungen.

Bin irgendwann um eine Kurve und dachte nur: Mist. Da ist der Sturm. Habe wirklich Angst bekommen und habe überlegt was ich mache, ob ich zurück gehen sollte oder weiter. Habe mich fürs weiter entschieden auch wenn es nicht freundlich aussieht und schon kalt wurde. Habe einen Platz gefunden und dachte hier bleibe ich, konnte mein Zelt gut im Gebüsch aufstellen, wer weiss wie das nächste Campsite aussieht. Die andere Seite von meiner Zeltstange ist jetzt leider auch noch gebrochen, diesmal habe ich aber keine Panik bekommen. 😎 Nach einer Weile kamen noch andere vorbei und die Gruppe mit dem kranken Mädel haben angehalten und campen auch hier. Ich war so froh. Alleine campen ist okay, aber nicht bei dem Sturm bitte. 

Ich habe schon ein paar Schneeflocken gesehen und bin gespannt ob es morgen um mich herum etwas weisser sein wird. Mein Thermoter sagt jetzt abends schon nur 6°Celsius. Meine Finger sind eiskalt, werde mir jetzt meine Hamdschuhe anziehen und mich nach unten in mein Schlafsack kuscheln. 

Zurück zur Mile 266

Super schön. 😊

Der Sturm

Mein Campsite

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