Via Jacobi Tag 9 – Merlingen, Schloss Ralligen bis Blumenstein

Die ganze Nacht waren schön die Kuhglocken hinter unserer Unterkunft zu hören. Fand es dann etwas zu früh, schon kurz nach 7 Uhr die anderen zu hören. Zumal Frühstück erst um halb neun war. Man konnte auch zum Morgengebet um 8 Uhr, aber ich musste packen. “Schade”. Nach dem Frühstück wurden wir noch in eine Kapelle eingeladen. Günther wollte uns noch ein paar Wörter mit auf dem Weg geben. In dieser Kapelle haben die Brüder früher immer im kalten gemütlich Weihnachten gefeiert. Und weil sie es so schön fanden, machen sie es nicht mehr. War wohl zu kalt. Deshalb haben sie sich gedacht sie lassen die ursprüngliche Scheune in eine Kapelle umbauen. Von Architekten! Ich musste mir so das Lachen verkneifen, ein jauchzer ist mir rausgerutscht, aber das hat Günther nicht mitbekommen. Diese Kapelle ist vom Dach bis zum Boden durchstrukturiert. Das Dach sieht wie eine Arche aus, über die Steine bis runter zum Ursprung die Grippe. Denke mal der Architekt hat gut verdient, es ist schliesslich blaues Glasfenster eingebaut wurden, der Rest sieht und sah wie eine alte Scheune aus. Er hat uns noch etwas tolles aus der Bibel vorgelesen und uns ein kleines Abschied Geschenk mit auf dem Weg gegeben. Es war einmalig im Schloss Ralligen. Ich glaube es bleibt sehr stark in Erinnerung. Manfred erzählte noch er habe Günther immer mit Werner angesprochen, aber das ist dem Günther gar nicht aufgefallen. Er war sicher in einer anderen Welt, das es die Pilger bei ihm gut haben.

Wir sind dann endlich los und wollten das Schiff nach Spiez um 10:16 Uhr schaffen. Das hat gut geklappt. In Spiez ging es gleich rauf zu einem alten Schloss. Da sind die ganze Zeit Läufer an uns vorbei gespurtet, kreuz und quer. Sie haben heute in Spiez ein Hindernislauf gehabt durch das ganze Dorf. Hab mich von einem Betreuer erst einmal aufklären lassen. Weiter ging es an einem Trauben Anbau vorbei, natürlich Treppe hoch, 68ig Stufen. Schön durch den Wald, was sehr angenehm war, weil es draussen schon recht heiss ist. Helmut brauchte eine Bank und wir haben in den kleinen Dörfern nachgefragt. Ich hab immer gleich nachgefragt ob es in Blumenstein eine Tankstelle gibt, nein. Also bin ich von einem Dorf 2 Stationen mit dem Bus gefahren. Ich wollte trampen, aber Schweizer halten nicht an. Zurück bin ich natürlich gelaufen, war auch vor dem Bus an der Station und bin zurück auf dem Weg. Bin dann wieder Richtung Tankstelle, nur weiter oben halt. Hätte von da aus leicht runter laufen können. Aber ich mache gerne, schwer beladen, meine Umwege. Jetzt war das Ziel die anderen wieder einzulaufen. In Amsoldingen hab ich mich für eine Weile auf die Bank gesetzt und Wasser aus dem Brunnen getrunken. Es lag noch etwas Weg vor mir. Kurz vor Blumenstein habe ich noch eine kurze Pause gemacht und wer kommt da von hinten… Babsi, Manfred und Helmut. Bin an ihnen in Amsoldingen vorbei gehuscht, sie haben noch gerufen aber ich habe es nicht mitbekommen. Wir sind dann zusammen nach Blumenstein und haben unsere Unterkunft gesucht. Es ist ein Campingplatz, hinten auf dem Grundstück ist ein grosses altes Haus und dort drinnen waren oben Matratzen für Pilger. Ich habe draussen gecampt. Nach der Dusche sind wir noch ins Dorf Restaurant gegangen und haben gegessen, vom Preis war es okay. Es gab Salat mit Hühnchen. Das Brot hab ich mir mal einfach mit eingesteckt. Die Kellnerin hat es bemerkt, kurz komisch den Brotkorb angeschaut, aber nichts gesagt. Zurück am Campingplatz sassen wir noch draussen zusammen und haben erzählt. Als Babsi rein ging meinte sie: “wenn nicht dann kommst du rein”, Helmut ging nach ihr und es kam “wenn nicht dann kommst du rein”. Mega süss wie sie sich kümmern.

Die Kapelle- das Dach im Stil der Arche

Über Steinwände bis hin zur Arche. Und das blaue Glas.

Gruppenbild mit Günther, in der Mitte.

Die ersten Palmen sind zu sehen.

Das Schloss oder Burg in Spiez

Die Treppe- 68ig Stufen

Ein Bison als Haustier. Es waren aber noch mehr da.

Der Campingplatz

Schlafen im Zelt.

Gute Nacht und lieben Gruss von Melli 🌸

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