Via Jacobi Tag 12 – Fribourg bis Romont was dann Prayerne wurde

Erstmal musste ich durch Fribourg kommen. Nach einem guten Frühstück mit den anderen. Unser Tagesziel ist in Romont, ca 28km entfernt. Ich laufe immer etwas später los und muss sie von hinten einfangen. So kann ich etwas mein Tempo laufen und schön ruhig den Rest des Tages mit den anderen. In Fribourg sind die Schilder gross und sehr deutlich. Hinterm Bahnhof hab ich eins auf der anderen Strassenseite gesehen und bin dort entlang. Nach ca 1,5km bin ich wieder umgedreht, weil kein anderes mehr kam. Bin wieder zu dem letzten gesichteten Schild. Hab mich direkt davor hingestellt und konnte jetzt sehen, dass es in die andere Richtung zeigte. Wie soll ich sagen, es war wie 3D und das seh ich von weiten nicht. Also gut weiter ging es. Endlich raus aus der Stadt, war eine Bank am Parkeingang und ich habe kurz verweilt. Heute sind die Beine einfach schlapp. Lief weiter in einem ruhigen Tempo, immer schön der 4 nach. Viel im Wald war ich, was gut ist wegen meinem Sonnenbrand. Ich fand es komisch, dass ich keinen Ort auf meinem Höhenprofil habe, wo ich durchgelaufen bin. Wusste nicht wie weit und wo ich bin. Hab dann mal dran gedacht schnell zu schauen, aber es gibt keine Halfmile App, wie beim PCT. Also immer weiter dachte ich, irgendwann kommt etwas. Das nächste Schild, Fribourg liegt 04:20 Stunden hinter mir nach Wanderangabe, habe es unterboten. Also ist mein Schritt nicht so langsam. Aber die anderen habe ich immer noch nicht eingeholt. Und Romont müsste dann in 02:40 Stunden kommen. Nur es war immer noch nicht aufgeführt. Die nächste Bank lud zur Mittagspause ein. Natürlich wird gegooglet und bis Romont sind es immer noch fast 4 Stunden. Jana sagte gestern, laut Wanderschild 7 Stunden. War total verwundert, es müsste ja langsam mal auf den Schildern beschrieben sein. Die nächste Stadt kam ich in die Tankstelle und fragte wo ich denn sei… Payerne. Aha, steht bei mir immer noch nicht auf dem Höhenprofil. Weiter durch die Stadt zur Touristinformation. Eine konnte deutsch, sie hat mir dann auf der Karte gezeigt wo ich bin und wo ich eigentlich hinwollte. Gut dann bin ich heute alleine. Sie hat mit geholfen eine Übernachtung zu finden. Wollte noch weiter, zum nächsten Ort ca 2 Stunden entfernt. Eine Unterkunft ist ausgebucht und die andere abgebrannt und steht jetzt unter Wasser. Sie nehmen grad niemanden auf. Gut, da muss ich auch nicht unbedingt hin. Campingplatz wäre was, aber Regen ist gemeldet, evtl Gewitter. Letztendlich bin ich bei jemanden privat gelandet, Patrick. Hier kann man geben soviel man möchte, wie bei den Trailangeln beim PCT. Er ist mit seinem Esel nach Santiago gelaufen und macht das jetzt nebenbei. Tolles Haus und schönes Grundstück. Meine Bettwäsche kam frisch aus dem Trockner und war noch warm. Unterhalten wird sich mit einzelnen Wörtern in deutsch und englisch. Ansonsten gibt es den google Translater für französisch. Ich bin seine 2. Pilgerin dieses Jahr. Hier kommen nicht soviele vorbei, die anderen laufen meistens über Romont. Wir waren noch schnell einkaufen. Haben dann gegrillt, Würstchen und etwas Gemüse. Habe Christiane gefragt ob sie dem Helmut Bescheid geben könnte. (Sie kennen sich privat) Nummern haben wir alle anderen nicht ausgetauscht. Mal sehen ob ich sie morgen wieder sehe. Die Wege treffen sich wieder.

Auch wenn ich im gleichen Land bin, aber es hat sich nicht nur die Sprache geändert. Ich finde auch die Häuser und Menschen an sich sind anders.

Auch hier wird geschwitzt und geschuftet.

Andere Schilder

Er geht sicher nach Santiago.

Meine heutige Unterkunft.

Pfeil unten nach oben ist Fribourg. Pfeil oben nach unten ist Prayerne, wo ich bin. Kreis wo ich hin wollte.

Es ist zwar noch früh am Abend, aber ich verabschiede mich ins Bett. Die Beine merken die täglichen Kilometer langsam und der Nachtschlaf war nicht so lang. Bin gestern Abend noch in ein anderes Bett und dann hab ich gleich noch das ganze Bett verschoben. An den Doppelstockbetten war keine Sicherung und ich wollte wenigstens eine Wand an meiner Seite wissen bevor es plumps macht und die Melli rausfällt. Spät, nach halb zwölf, bin ich erst eingeschlafen

Mal schauen was der morgige Tag so bringt. Viel gelächter wenn ich hoffentlich die anderen wieder finde.

Lieben Gruss Melli 🌸

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