Via Jacobi Tag 13 – Prayerne bis Vucherens

Um 7 Uhr läutete mein Wecker, klar wäre ich gerne noch im Bett geblieben. Der Schlaf tat sehr gut. Ich glaube Patrick war aber überrascht das ich so früh auf stehen wollte, er kam aber auch raus und hat Frühstück gemacht. Ganz pünktlich um 8 Uhr bin ich aber nicht los. Wir haben noch die Esel gefüttert. Er hat mich mit seinem Hund noch etwas begleitet und sagte auf französisch, bis Moudon werde ich den Fluss sehen. Wir können ja Zeichensprache auch anwenden. Bin dann los und schön an diesem Fluss, La Broye, entlang. Es war kein Anstieg mehr und nach einer Weile, ca 3 Stunden und 15 km später fand ich es doch etwas langweilig immer das gleiche zu sehen. Aber gut nicht mehr weit bis Moudon. Ich hoffte die anderen sind etwas später los so das ich sie auf dem Weg noch treffe, aber es war leider nicht so. Angekommen in Moudon hab ich mich beim Bahnhof heute auf die Bank gesetzt und alles abtelefoniert für die Unterkunft. Nachdem ich etwas gefunden hatte was weiter entfernt war als gedacht wollte ich eher schnell weiter um nicht zu spät anzukommen. In der Stadt waren wieder die Zeichen wie auf der blauen Fliese zu sehen. Gelernt hatte ich es ja nun wirklich sehr dicht ran zu laufen und zu schauen wo sie lang führen. Also wurde mein Tempo doch sehr langsam. An der Kirche bin ich vorbei und immer schön auf die Schilder achten. Plötzlich hörte ich meinen Namen: “Melli” hinter mir. Da stand der Manfred hinter mir. Ich habe sie doch wieder gefunden. Ich bin mit rein ins Restaurant Feldschlösschen und da sassen alle. Es wurde gar nicht gelacht wegen meinem kleinem Ausrutscher, sie haben sich Sorgen gemacht. Haben überlegt ob es mir gut ergangen ist und mir auch für heute schon eine Übernachtung bestellt. Habe also gleich meine wieder abbestellt. Wir sind zusammen raus, ich natürlich noch zur Tankstelle. Auf dem Weg habe ich noch 3 weitere Pilger getroffen, sie nutzen das lange Wochenende um auch den Jakobsweg zu laufen. Nach einer Weile hatte ich guten Sichtkontakt mit den anderen und bin weiter hinterher nur ich kam nicht mehr dichter ran. Hab sie noch in den Wald gehen sehen, aber da war es dann nicht mehr möglich sie zu sehen. Es kam eine kleine Abzweigung, ich hab mich diesmal für links entschieden. Aber das Schild war wohl schwer zu sehen von wo wir kamen und ich bin gleich ins Dorf gekommen. Gut, Adresse hatte ich mir leider nicht aufgeschrieben oder abfotografiert. Also sass ich da. Habe wieder über Christiane versucht die Adresse zu erfahren, ob sie den Helmut anschreiben könnte. Bekam dann aber schon eine Mail von Jana mit der Wegbeschreibung. Das ich an der Kapelle vorbei müsse, die Kapelle war nur nicht zu sehen für mich, weil ich weiter unten war. Als irgendwann mal Menschen vorbei kamen hab ich sie angesprochen und gefragt wo die Kapelle sei. Weier oben und dann nach links, dort soll sie sein. Das Dorf ging auch nach unten und ich wusste nun nicht genau, hoch oder runter. Da ich sie oben nochmals gesehen hatte, hätte ich es mir denken können, aber sie hätten auch irgendwo runter kommen können und ich hätte sie auch verpasst. Man weiss es immer erst hinterher. War etwas verkorkst die Situation. Kapelle gefunden, ging es nach der Wegbeschreibung von Jana zum richtigen Haus. Erstmal wurde geduscht und auch schon gleich gegessen. Wir haben beschlossen ab jetzt wird auf einander gewartet. Am Abend haben wir noch gesessen und geschaut wie Helmut am Sonntag nach Genf nach Hause kommt. Das dauerte etwas länger als geplant. Für den nächsten Tag wurde eine Unterkunft gesucht, was auch grad nicht so einfach ist. Es ist wie gesagt langes Wochenende und die Preiswerten Sachen sind fast alle schon vergeben und wir sind eine Gruppe mit 5 Pilgern zur Zeit.

Die Esel, der gefleckte ist bis nach Santiago gelaufen.

Patrick und sein süsser Hund.

Mein Zimmer

Der Fluss- La Broye

Wenn es etwas regnet und man keine Wasserfestenschuhe hat, gibt es zum Glück überall diese Hundebeutel.

Es regnet heute wieder und es hat sich abgekühlt.

Die Unterkunft für heute Nacht.

Unsere Wirtin

Das Nachtzimmer, wieder mit Bettdecke. Das ist ein Genuss.

Ein schönes Zimmer, mit tollen Farben. Ich teile mir das Zimmer mit Helmut.

Liebe Grüsse Melli 🌸

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