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Monat: Mai 2018

Via Jacobi Tag 8 – Brienzwiler bis Merlingen- Schloss Ralligen

Via Jacobi Tag 8 – Brienzwiler bis Merlingen- Schloss Ralligen

Da der Fuss gestern Abend noch viel schmerzte habe ich entschlossen alles ruhiger und langsamer zu machen. Sonst muss ich mir ein anderes Hobby suchen und das möcbte ich nicht. Christiane und Andreas reisen heute leider ab. Andreas hat es nicht gut grad mit dem Magen. Beide waren traurig. Ich auch, ganz liebe Menschen. Hab sie in mein Wanderherz geschlossen. Ich wusste die anderen 3 kommen bald vom Brünig und werde mit ihnen mitlaufen. Es geht etwas langsamer aber das tat gut. Kurz vor 10 Uhr habe ich mich von den Wirten Susanne und Patrick verabschiedet und es ging nach Brienz. So schön, wenn dann der See zu sehen ist, ist es nur der wahnsinn. Heute ist auch die Sonne wieder da, es ist noch etwas milchig aber wirklich nur schön draussen. In Brienz haben wir heute den Zug nach Interlaken genommen und sind dann weiter nach Merlingen, im Schloss Rallingen waren wir schon angemeldet und es lagen noch ein paar Kilometer vor uns.

An den Beatushöhlen kamen wir vorbei nachdem wir erst einmal 157 Treppenstufen hoch laufen durften (ich hab es gezählt, also ohne Gewähr, falls es eine Stufe mehr oder weniger war). Ging aber zügig hoch bei allen. Ein gigantischer Wasserfall lag vor uns.

Wir wollten dann nur noch nach Merlingen zur Pilgerunterkunft. Es war im Schloss Ralligen, obwohl es noch nie ein Schloss war. Tolles Grundstück und Haus. Günther hat uns entgegengenommen und uns mit einem Kaffee empfangen, alles von dem Haus und den Brüdern die dort leben erzählt. Zum Abendgebet hat er uns eingeladen. Ich hab mich gleich mal nach einem kleinen Geschäft erkundigt, meine Cola Zero wollt ich mir nicht nehmen lassen. Das wurde ein gutes Projekt bin dann mit dem Bus nach Thun, alles machte um 17 Uhr zu, aber es gibt ja zum Glück noch die Tankstelle. Kam dann leider erst nach dem Abendgebet zurück und etwas zu spät zum Abendbrot. Habe mich dann nochmal richtig über das Leben der Brüder erkundigt, naja ich möchte das nicht und kann zum Glück kein Bruder werden. Sie haben sehr viele Helfer dort, sie leben im Haus gratis und bekommen essen und ihnen wird eine Aufgabe zugeteilt. Abends um acht wollte sich der Günther wieder mit uns treffen. War mehr Programm vom Günther geplant als wir dachten und ehrlich gesagt uns lieb war. Wir haben versucht doch mehr jeder seins zu machen, ich hab telefoniert und die anderen 3 den nächsten Tag mit Übernachtung geplant.

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Via Jacobi Tag 7 – Flüeli Ranft bis Brienzwiler

Via Jacobi Tag 7 – Flüeli Ranft bis Brienzwiler

In der Jugendherberge wurde alles zusammen gepackt. Und die Reise ging um halb acht los, 1. Halt war Sachseln, es gab da auch das Frühstück, Brötchen mit Ei. Ca neun Uhr ging es für mich weiter, ich wollte endlich weiter es lagen noch ein Paar Kilometer vor mir. Die anderen haben noch in Ruhe weiter gefrühstückt. Christiane und ihr Papa Andreas sind schon aus gesundheitlichen Gründen nach Brienzwil, wir wollten uns Abends dort treffen. Die anderen 3 bleiben die Nacht über in Brüning. Es ging am Wasser entlang, ca 10km und dann bin ich auf den 1. Anstieg hin zu gelaufen, da wollte ich endlich beginnen. 2 standen heute an, der Kaiserstuhl und der Brünigpass. Anfangs ging es wie immer sehr steil hoch, habe viele kleine Pausen eingelegt, dann wurde es etwas flacher und das gewohnte Serpentinen laufen ging los. Endlich haben die Beine einfach nur mitgemacht, kein nur schlapp Gefühl. Und es war kein Stop mehr nötig. Trotzdem war es anstrengend und ich habe mich riesig gefreut die Bank zu entdecken, die ich von damals noch in Erinnerung hatte. Habe mich erstmal hingesetzt und ein kleines Päuschen gemacht. Weiter ging es um einen See. Wahnsinnig schön ist es gewesen. An einem riesigen Wasserfall bin ich in Lungern vorbei gekommen. Und der am Ende des Ortes beginn der 2. Anstieg. Habe heute zum 1. mal etwas in dem Pilgerbuch was im Stein war eingeschrieben. Der Anstieg zog sich und es wurde nach oben hin noch frischer. Es ging heute fast alles an einer Schiene entlang, es kam mir mal kurz in den Sinn, ich hätte auch das Bähnchen hoch nehmen können. Aber nein es wird gelaufen. Auf dem Brünig hab ich eine kurze Pause gemacht, war fast nicht so gut, mir war dann richtig kalt. Wenn man manchmal denkt jetzt geht der Abstieg los, dann muss man doch erst noch etwas höher und über eine Kuhwiese. Alles das lag hinter mir und der Abstieg begann, rutschig und steil war es. Bin einfach nur mega langsam runter und das ging gut.

Bin um kurz nach halb drei in Brienzwil angekommen und konnte es selbst kaum glauben, dass es so schnell ging. Anfangs waren die Beine echt schlapp und dann doch so schnell. Sass erstmal auf der Treppe vor der Pilgerherberge und habe überlegt evtl doch noch etwas weiter zu gehen und einfach nur kurz durchatmen. Dann ging die Türe auf die Wirte Patrick und Susanne kamen raus. Liebe, offene und herzliche Menschen. Die Entscheidung war getroffen, ich bleibe. Christiane hab ich auch gleich hinter den beiden entdeckt, sie war mit ihren Papa schon angekommen. Wir haben erzählt und gelacht. Patrick und Susanne haben für uns richtig lecker gekocht. Es war so ein schöner Tag der viel zu schnell verging.

Abends habe ich wieder den Fuss gespürt, mal schauen was das noch wird.

Nach einem tollen Tag sende ich noch Liebe Grüsse an euch- Melli 🌸

Wanderinformation: Distanz: 25km (das Höhenprofil zeigt 29, was ich mir nicht ganz vor stellen kann) Total Distanz: 184km, Anstieg: , Abstieg: , Wanderzeit: 7,5 Stunden

Via Jacobi Tag 6 – Brunnen bis Flüeli Ranft

Via Jacobi Tag 6 – Brunnen bis Flüeli Ranft

Zwar bin ich früh aus den Bett um das 1. Schiff nach Treib zu nehmen nur leider habe ich auch hier wieder nicht den Weg gefunden. Wie im Leben man verläuft sich immer mal, so lange man den Weg wieder findet. Um 09:19 Uhr hab ich dann das Schiff, nach Treib auf dem Vierwaldstättersee, genommen.

Die Überfahrt dauerte nur ein paar Minuten. Ich wusste es wird ein langer Tag. Nach dem Anstieg hab ich eine kleine Pause eingelegt und gemerkt es wird ein verdammt langer und weiter Tag. Der Anstieg war im Gras und meine Schuhe, Socken und Füsse waren gleich nass. An Kühe kam ich vorbei, der Weg ging über ihre Weide. Das hab ich mich nicht getraut dort lang zu gehen und bin nebenan her. Da waren die Schuhe pitsch nass. Die Kühe kamen mir auch da hinterher und dann musste ich über die Weide zum anderem Tor. Habe erst da gestanden und nicht wirklich gewusst was ich machen solle. Bin wieder zurück und habe versucht die Kühe mitzunehmen. Hab ihnen gewunken. Als alle vom Zaun weg waren, habe ich ihnen gesagt sie sollen stehen bleiben und es ihnen mit der Hand gezeigt. Es hat funktioniert. Schnell bin ich rüber und war froh sie hinter mir gelassen zu haben.

Oben habe ich mich immer schneller davon bewegt. Nur ich musste einen Bergweg runter und der Abstieg von gestern war deutlich in den Beinen zu spüren. Kurz vorm Ende von dem Bergweg ging es eine Treppe rauf. Meine armen Oberschenkel.

Bin dann nach Beckenried und gleich weiter nach Stans. Viel vom heutigen Tag war jetzt überstanden, aber es ging wieder hoch. In der Schweiz geht es sehr gern sehr steil hoch und genauso steil wieder runter. Der nächste Punkt war St. Jakob, hier sass ich schon einmal im Café und habe meine Mitwanderer eingefangen. Damals hatte ich auch so einen weiten Tag gehabt, nur damals konnte ich früher anfangen, weil ich schon mit dem Schiff den Abend vorher gefahren bin. Von St. Jakob aus bin ich etwas Strasse gelaufen bis nach Kerns. Von der Entfernung hat es sich nichts genommen. Und ob es etwas gebracht hat, ausser wieder nasse Füsse weiss ich auch nicht. Ab Kerns bin ich einen anderen Wanderweg weiter bis nach Flüeli Ranft was auch schön war. Aber es hat sich dann sehr gezogen. In der Jugendherberge angekommen fragten alle ob ich den Bus genommen habe. Nein, das habe ich nicht. Ich bin gelaufen obwohl mal etwas Strasse, aber sonst habe ich mich zu Fuss fortbewegt.

Wir haben uns gleich aufgemacht zum Essen und es gab Rösti mit 2 Eiern. Es sah aus wie ein Gesicht. Super war es.

Für mich ging es danach gleich zurück, ich wollte aus meinen Sachen raus und heiss duschen. Naja meine Füsse waren etwas ausgeweicht. Wie jeden Abend werden sie schön mit Vaseline eingecremt und gepflegt. Hoffe es wird nicht schlimm.

Mein Fuss spüre ich seid ein paar Tagen immer mal und manchmal mehr. Glaube ich muss mich dadran gewöhnen, dass er nicht mehr soviel besser wird wenn es lange Tage sind und schwer auf dem Rücken wird. Aber weiter geht es dennoch.

Wanderinformation: Distanz: 38,8km , Total Distanz: 156km (war noch ca 2km mit dem Schiff), Anstieg: 1850HM , Abstieg: 1550HM, Wanderzeit: 10,5 Stunden

Liebe Grüsse Melli 🌸

Via Jacobi Tag 5- Einsiedeln bis Brunnen

Via Jacobi Tag 5- Einsiedeln bis Brunnen

Um 08:04 ging es los aus dem Kloster nach dem Frühstück dort. Es erstmal am Fluss entlang rechts vom Fluss. Es kommt dann ein Zeichen nach links und den nächsten Wegweiser nach 3m hab ich übersehen und bin geradeaus marschiert. Da ich wusste es kommt ein Anstieg bin ich ihn hoch, mir war immer so als ob mir in Erinnerung gewesen ist der Berg seie nach rechts hoch gewesen, aber trotzdem bin ich weiter. Habe dann irgendwann auf ein Dorf runtergeschaut, Alpthal wo ich vorher schon durch bin und dann wusste ich es 120% ich bin falsch. Dieser kleiner Rundgang hat mir 1,5 Std geklaut und etwas frustriert war ich. Ich hätte heulen können. Am Fluss zurück habe ich auch das 2. Schild gesehen, es war gut gekennzeichnet. Also ging es weiter, habe mein Turbo eingelegt. Bin dann zum richtigen Anstieg gekommen und habe es wieder erkannt. War zum Glück schneller oben als gedacht, es ging sehr steil, aber da muss man durch und dann wurde es besser. Habe eine interassante Holzverarbeitung gesehen. Die Bäume werden mit einem Lift nach oben transportiert, dort zersägt und mit LKW abtransportiert. Oben hätte man normal die Chance gehabt die Mythen zu sehen, was leider heute nicht so war. Es war frisch und oben schon recht kalt.

Im Café Hagenegg habe ich die anderen getroffen. Sie haben sich sehr gewundert wo ich her komme. Naja habe mich verlaufen. Zusammem haben wir uns an den Abstieg gemacht, bin aber nach ca 15 min weiter. Sie waren ja eine Gruppe und ich wollte nochmals in Schwyz anhalten wegen einer Handykarte. Ddr Ausflug in die Swisscom hat ewig gedauert und wieder sind die anderen an mir vorbei. So ist das beim wandern.

Im Kloster Ingenbohl wurde heute eingekehrt in Brunnen es ist ein Frauenkloster. Ich habe eine Ordensschwester kennengelernt, Schwester Doris. Ich hab ihr gleich gesagt ich bin auch eine Schwester, aber eine Krankenschwester und schon hat sie mich gleich immer mit Schwester Melanie amgesprochen. So eine herzige und süsse Frau. Im Kloster gab es Handwäscve für die Sachen und einen ganz uralten trockner, wo unten noch das Wasser in einen Eimer abfliesst. Hat mehr als seinen Zweck erwiesen.

Schwester Doris

Wir sind dann noch schnell etwas essen gewesen oder wollten es zumindest. Empfohlen wurde uns das Gasthaus Schwyzerhus. Wir kamen an und sie meinten der Koch ist schon nach Hause, heute gäbe es nur noch etwas zu trinken. Naja manchmal ist mein Mund gut, es kam plötzlich so aus meinem Munde: „da haben wir ein Problem, vor euch stehen 6 hungrige Pilger. Wir können uns auch allein was kochen. Sie haben uns dann Nudeln mit Tomatensosse angeboten, ob es uns reiche. Natürlich doch. Waren wir froh doch etwas zu bekommen.

Haben uns dann geeinigt uns nächsten Tag in Flüeli Ranft zu treffen. Die anderen fahren etwas weiter mit der Fähre und ich selbst nur bis nach Treib.

Hier sollten die Mythen zu sehen sein.

Wanderinformation: Distanz: 24km + Umweg ca 5km , Total Distanz: 118km, Anstieg: 720HM , Abstieg: 1170 HM , Wanderzeit: 8,5 Stunden

Grüsse Melli 🌸

Via Jacobi Tag 4- Pfäffikon bis Einsiedeln

Via Jacobi Tag 4- Pfäffikon bis Einsiedeln

Nach einer sehr schlecht geschlafenen Nacht, wurde das Vorhaben früh aufstehen nicht eingehalten. Ich muss gestehen, Melli alleine in der Scheune war etwas komisch, auch wenn Franzel dabei war hatte ich Angst. Hab dann die Türe versperrt. Den Regen auf dem Scheunendach gut war genommen und es ging auch noch mitten in der Nacht der Autoalarm. Habe alles durch, so fühlte ich mich auch morgens, erst um 9 Uhr habe ich den Schlafsack dann verlassen. Dachte erst einmal an einen Pausen Tag obwohl ich mir auch dachte, erstmal was essen und sich fertig machen und dann kann es noch los gehen. So war es auch und um ca 10:45 Uhr habe ich mich an den grossen Anstieg gemacht. Anfangs war es sehr steil und Treppenstufen mit dabei, da merkt man immer wie wenig Kraft die Beine haben. Ich bin zum Glück da nicht alleine. Es ging nach einer Weile etwas flacher Bergauf. Habe den Zwischenpunkt gesehen und da merkte ich, ich bin schneller hoch gekommen als ich vorher dachte. Also ging es gleich weiter, die Kraft war heute gut da. Die gekauften Snickers kann ich die nächsten Tage essen. Nach 1 std und 15 min war ich oben auf den Berg und hier war auch die Kapelle wo ich mir ein Stempel abgeholt habe.

In der kleinen Kapelle

Dort habe ich 2 Frauen getroffen und natürlich kurz erzählt. Ihr Ziel war für heute Einsiedeln.

An der Teufelsbrücke habe ich noch eine Ehepaar getroffen, sie sind von zu Hause aus gestartet und wollen gerne bis Santiago gehen. Sie sagten schon ich könne gerne weiter ziehen, aber bis Einsiedeln war es nicht so weit und wir haben uns gut unterhalten. Es tat gut sich mal auszutauschen und das gehört auch dazu Menschen kennenzulernen und sich auszutauschen.

Die Teufelsbrücke

Von weiten haben wir schon das Kloster von Einsiedeln gesehen und um 14 Uhr waren wir dort. Die beiden Babsi und Manfred haben sich gestern schon ein Zimmer bestellt. Ich habe nachgefragt und es war noch ein Bett frei. Frisch geduscht ging es in die Stadt. Muss mir noch immer eine Telefonkarte holen, bei der Post kann man PrePaid Karten erhalten. Nur es ging bei Swiss nicht durch sonst hätte ich schon eine bekommen. Morgen ein neuer Versuch. Um 16:30 Uhr war die Messe. So wahnsinnig schön und ich bin so froh nur so wenig heute gewandert zu sein. Sie berührt auch mich ohne religiös zu sein. Auf und um dem Herz lag etwas, was ich nicht beschreiben kann und nur dort drinnen bei der Messe spüre. Mir wurde sehr bewusst dabei, das Ziel ist nicht das Ziel, sondern der Weg ist das Ziel und die Menschen die man begegnet.

Mein Zimmer teile ich noch mit 3 anderen Wanderer, 1 Frau und 2 Männer. Sind Vater, Tochter und ein guter Freund der Familie. Sie sind zusammen schon den ganzen Jakobsweg in Spanien gelaufen. Zusammen haben wir zu Abend gegessen und noch etwas gesessen.

Ich habe noch einen Mönch getroffen und mich mit ihm unterhalten. Man muss halt doch mal so einiges Fragen wenn man mal die Gelegenheit bekommt.

Wanderinformation: Distanz: 13 km, Total Distanz: 97km, Anstieg: 740m, Abstieg: 280m, Wanderzeit: 3 Stunden 15 Minuten