PCT Tag 14- Es gilt weiter den San Jacinto zu überqueren

PCT Tag 14- Es gilt weiter den San Jacinto zu überqueren

Mit einem super schönen Sonnenaufgang startete der Tag. Auch wenn ich so weit oben bin, aber frisch war es nicht. Um halb sieben ging es dann los. Wie sollte es anders sein, es ging bald schon aufwärts. Heute, aber taten die Beine weh, bei jedem größeren Schritt. Bin langsamer weiter und es ging besser aufwärts. Habe immer wieder kleinere Pausen gemacht. Heute kam auch zum Vorschein wieviel vom San Bernadino Park abgebrannt ist. Es wird wieder langsam grün, aber soviele Bäume sind schwarz und ohne Blätter. Bin auf mein 1. Schneefeld getroffen und es ging super es zu überqueren, da viele Spuren im Schnee zu sehen waren. Nach einer Weile wurden es immer mehr Schneefelder und ich habe mich etwas verloren. Kam dann an die richtige Stelle, dort war schon ein anderer Wanderer. Habe mir Wasser gefiltert und etwas zu Essen gemacht. Meine ersten kalten Ramennudeln, es wird nicht gerade mein Lieblingsgericht um ehrlich zu sein. Es kamen noch 3 Mädels nach mir und ich habe einfach gefragt ob jemand noch eine Gaskartusche hätte. Wir haben die Gaskartusche gegen 1 Pop Tarps getauscht. Ich sass lange dort am Wasser, wollte auch nur noch 6 Milen am diesem Tag machen. Das heisst noch einen grossen Anstieg und weiter unten im Tal schlafen, kann ja bitter kalt werden in dieser Höhe. Morgen dann wieder ansteigen um dann endgültig abzusteigen. Werde froh sein den San Jacinto dann geschafft zu haben. In meiner Pause kam auch Lone Wolf zu mir. Sie fragte mich ob wir zusammen über den Schnee laufen könnten, da sie nicht viel Erfahrung damit hat. Klar doch, damit hab ich kein Problem. Haben uns dann zusammen auf den Weg gemacht und es wurde sehr komisch, der Trail war einfach nicht mehr zu sehen. Haben in ca 30min 200m Strecke gemacht. Bin 1x im Schnee eingebrochen mit einem Bein und bin nach vorne in den Schnee gefallen. Kann alles mal passieren. Nach einer Weile hatten wir den Trail wieder gefunden. Hinter uns kam noch ein deutsches Paar, sie waren auch am suchen und sind uns hinterher. Als vierer Gruppe ging es durch den Schnee, es war so als ob es gar nicht mehr aufhören wollte. Wir wussten nicht immer ob wir richtig sind, alles sah so gleich aus. Was noch Trail war, ist auch Teilweise schwer zu sehen, der Schnee hat viel weggeschwommen. Die deutschen sind an Mile 179 runter nach Idyllwild, finden den Gedanken dann dort wieder anzusteigen nicht so prickelnd. Findet keiner aber alle wollen nach Idyllwild und das ist gut nachzuvollziehen, so eine schöne kleine Stadt. Ich bereuhe meine Entscheidung trotzdem nicht, es ist schon so anstregend genug. Bin mit Lone Wolf weiter, wir sind nochmals etwas über 1000ft angestiegen und kamen in den Schatten rein, war das kalt. Es ging dann nur noch über Schnee. Die Spuren waren gut zu sehen. Kamen an eine Trailjunction vorbei, wo man zu den Gipfel aufsteigen könnte. Das war nicht der Plan, wollte nur noch zum Campsite und weit und breit war nur der Schnee zu sehen und ich habe keine Spuren mehr sehen können. Lone Wolf hat dann die nächsten Spuren gesehen und wir sind dort hoch, mit einem Pfeil aus Tannenzapfen hat uns jemand unbekanntes geholfen und den Weg nach unten gezeigt. Wir sind runter, haben einen tollen Platz gefunden, kurz vor dem gewollten Campsite und das ist auch in Ordnung. Es war ein anstrengender Tag. Es wurde nur noch das Zelt aufgebaut, etwas gekocht und es ging früh ins Bett. Es wird sicher auch sehr kalt heute Nacht, bin doch ca auf 8300ft und möchte mich nur nochim Schlafsack aufwärmen.

Grüsse Melli 🌸


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