PCT Tag 51- das Ende zerrte an meine Nerven

PCT Tag 51- das Ende zerrte an meine Nerven

Der Tag begann super um kurz nach 5 Uhr. Alles wurde fertig gemacht, ich hab mein Sandwich gegessen was ich mir gestern noch geholt habe. Gegen 7 Uhr wurden wir zurück zum Trailhead gefahren. Das war schon ein Stück, ca eine halbe Stunde sind wir gefahren. Kurz nach 8 Uhr bin ich dann los gelaufen. Die anderen beiden sind kurz vor mir los. Es war warm, die Sonne schiente und es war angenehm zum wandern. Hasen waren heute immer mal auf dem Trail/ Weg zu sehen. Sie sind voll süß, klein und die meisten haben einen weissen Buschel hinten dran. Es ging erstmal nur bergauf. Nach ca der Hälfte habe ich Martin und Mareike getroffen. Martin ist erkältet und ihm fällt es heute nicht so einfach, was zu verstehen ist. Wir sind nach kurzen alle zusammen weiter, aber wir haben schnell Lücken zwischen uns. Jeder läuft sein Tempo. Wir konnten runter schauen auf Ridgecrest. Oben angekommen auf dem Berg stand Martin und er hatte Empfang und schaute nach dem Wetter. Ich hab schnell gesehen warum, die dunklen Wolken waren vor uns. Dort haben wir nochmals eine Pause eingelegt, alles wurde Wasserdicht verpackt und die Regensachen nach oben gelegt. Also ging es Ruchtung Wolken, es kam aber nichts, das war mal schön. Wir hatten uns ausgemacht bei der nächsten Wasserstelle zu treffen, es kam aber ein Bach kurz vorher wegen dem Regen der letzte Tage und haben uns dann dort hingesetzt. Wenn ein Gewitter gekommen wäre, hätten wir schon Schluss gemacht für heute. So haben wir uns auf geeinigt uns doch weiter zu gehen bis zum Tagesziel. Als wir den nächsten Anstieg hoch sind, waren Unwetter überall, links, vor uns und weit entfernt rechts. Martin rufte zu mir, das hier ein Zeichen ist. 25% vom Trail sind geschafft. Bin dann auf Martin aufgelaufen, wir biegten nochmals ab und es tröpfelte leicht, aber fand das zählte nicht für einen Regentag. Regenjacke wurde aber angezogen. Als ich oben am Berg ankam, hörte ich Donner. Wollte nur noch schnell runter vom Berg. Dann passierte es, es kamen Körner runter, ja Hagelkörner und es giesste in Strömen. Hab grad noch geschafft meine Regenhose über zu ziehen. Am Zeltplatz angekommen war ich trotzdem Pitschnass. Einmal vom schwitzen unter den Regensachen. Die Schuhe und Socken, es waren Pfützen auf dem Weg und durchs Gebüsch sind die Schuhe durch geweicht gewesen. Am Zeltplatz war es kalt und unangenehm, die anderen beiden kamen und wir machten aus noch bis zum nächsten Platz zu gehen, die Sonne war wieder da und wir konnten uns warm laufen und uns etwas trocknen. Der nächste Platz war allerdings zu klein für 3 Zelte und so machten wir aus uns bei dem nächsten Platz zu treffen. Es war etwas mehr als 2 Milen entfernt (4,4km). Der Anstieg hatte es nochmals in sich. Trotzdem toll es noch abends zu machen bevor wir morgen 2 riesen Anstiege haben. Am abgemachten Campsite waren jedoch schon einige andere Hiker/ Wanderer. Wir haben ganz weit hinten noch ein Platz für unsere 3 Zelte gefunden. Es wurde schnell alles aufgebaut. Dann erstmal die nassen Sachen ausziehen. Meine Füsse sehen nicht mehr so toll aus. Habe sie eingepudert und hoffe es hilft etwas. Habe einen Riss zwischen den Zehen und das tat schon leicht weh. Mein Schlafsack hab ich ausgepackt und er war nass. Oh nein, es wird nachts kalt. Da war bei mir kein Spass mehr und ich bin gefrustet gewesen. Was jetzt, zum trocknen ist es zu spät, die Sonne geht schon unter. Habe mir Essen gemacht und mir kamen die Tränen. Das ist grad eine doofe Situation. Mareike hat mir ihren Liner gegeben, so das ich noch etwas zusätzlich habe. Sie bat mir auch an, falls es mir zu kalt wird, soll ich zu ihr ins Zelt mit gehen. Hoffe es wird gut gehen heute Nacht. Morgen gibt es wieder nur eine Wahrscheinlichkeit von 10% Regen und ich hoffe ich kann irgendwann alles trocknen lassen. Heute lag die Regenwahrscheinlichkeit auch bei nur bei 10%. Wir kamen heute auf 20.82 Milen und einen Gesamt Anstieg von 6434 feet, dass ist echt viel.

Lieben Gruss Melli 🌸


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