PCT Tag 65- Glenn Pass

PCT Tag 65- Glenn Pass

Morgens hörte ich mein Wecker natürlich erst einmal nicht, hatte mir 2 gestellt und dann ging alles schnell mit Routine heute morgen. 3:45 Uhr kam Ketchup um mich abzuholen. Er wartete bis ich den Rest zusammen gepackt hatte und hat nochmals nach geschaut ob ich wirklich nichts vergessen habe. Dann sind wir rüber zu den anderen. Haben Mareike und Pineapple sofort gefunden. Das tolle war, dass wir gestern ein Paar getroffen haben und die beiden mit uns zusammen gehen. Also sind wir zu 6, was noch besser ist. Es sind Andrew und Laura. Andrew hat uns im dunkeln erstmal geführt. Wir wollten zum Sonnenaufgang eigentlich oben auf dem Pass sein, aber der Sonnenaufgang war schon etwas vorher. Es ging zwischendurch sehr steil nach oben, dann mal etwas bergab und auf einmal richtig böse steil nach oben bis wir rechts weg gehen konnten. Oben auf dem Pass angekommen waren wir froh, aber wir sahen auch wo es runter geht und das war nicht ganz so einfach. Nach ca 20 min haben wir mit dem Abstieg begonnen. Es ging erst einmal über Steine/ Geröll rüber. Einige waren schon lose und es war nicht immer angenehm. Dann sind wir am Berg entlang abgestiegen über Schnee natürlich. Alle sind vorsichtig gegangen. Mareike kam ins schlittern und auf einmal ist sie nach links weg gerutscht, ich hab nur ihren Namen geschrien. Die Zeit stand still und alle Augen auf sie gerichtet. Sie hat sofort reagiert und ihren Eispickel benutzen können um sich zu stabilisieren. Sie kam wieder hoch und ging weiter, nach ca 10 Minuten passierte es nochmals. Sie konnte sich auch diesmal wieder gut fangen. Das zu sehen viel mir nicht leicht. Es war nicht mehr lange und wir waren zum Glück unten und haben eine kurze Pause gemacht. Weiter hinten hörten wir ein rumpsen, da ist sicher Schnee runter gekommen. Den restlichen Tag sind wir nur abgestiegen und wir mussten immer wieder durch Flüsse laufen. Den Füssen tat es trotzdem recht gut, aber Schuhe und Socken waren nass. Nach der 2. Überquerung haben wir eine Pause im trockenen gemacht und ich hatte erstmal Socken getauscht und einiges in die Sonne gelegt. Allerdings brachte das nicht soviel, wir mussten wieder durchs Wasser. Diesmal haben wir uns als Menschenkette eingehackt. Die Jungs hätten es auch allein geschafft, aber nicht wir Mädels. Da kam kurz eine Angst in mir auf, von links ging es schon weiter und die rechts Seite blieb stehen. Einer fand kurz nichts gutes zum stehen und wir waren im Ungleichgewicht. Jeder ist stehen geblieben, hat guten Boden zum stehen gehabt und dann ging es weiter. Das können wir noch besser machen und haben gleich eine neue Strategien für die nächste Überquerung besprochen. Auf Guthooks, unserer Navigationsapp stand vom letzten Jahr. Bach fliesst, trockenes rüberkommen möglich. Hier fliesst das Wasser ungemein. Wir kamen dann raus aus dem Schnee und erst waren es noch Schneefelder die dann immer vereinzelter wurden. An einem Schneefeld ging es steil bergab, ich sah es und meinte nur „oh shit“, Ketchup nur, wenn Flower oh shit sagt dann sind wir in Trouble. Wir sahen spuren wo Leute nur mit dem Po runter rutschten. Also machte wir das auch. Erst war ich noch skeptisch, hatte Martins Absturz noch im Kopf, der Schnee war allerdings weich und es ging super und hat Spass gemacht. Der Schnee wurde weniger allerdings hatten wir viel Wasser auf dem Boden oder es war ab und an Motter. Weiter unten waren viele Bäume umgeknickt und es lag überall Gestrüpp rum. Hier war sicher eine Lawine gewesen. Es hatte leider die Schönheit der Landschaft genommen. Am Campsite wurde abgestimmt ob es noch etwas weiter geht oder nicht. Leider ging es nicht weiter, es wird dann morgen früh gleich ein langer Anstieg. Wir gehen 1100 Höhenmeter wieder rauf und das wird knackig. Abends hatten wir ein Feuer und gegessen. Unsere Abende sind jetzt sehr früh und kurz vor 18 Uhr ging es schon ins Bett. Wir haben ausgemacht wieder um 4 Uhr los zu laufen.

Distanz: 10, 8 Milen/ 17,47 km

Anstieg : 1457 feet/ 444 m

Abstieg: 3671 feet/ 1118, 9 m


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