PCT Tag 67- Ruhetag auf dem Trail

PCT Tag 67- Ruhetag auf dem Trail

Wir hatten entschieden heute nur dichter zum nächsten Pass zu laufen. Habe halbwegs ausgeschlafen gehabt und wurde immer wieder von dem Fluss geweckt. Der ist die ganze Zeit ziemlich stark gewesen. Mir kamen immer wieder die Bilder von gestern Abend in den Kopf, habe oft Tränen in den Augen gehabt und es war gut heute zu ruhen. Wir haben viel dadrüber gesprochen und Optionen aufgetan. Habe oft überlegt ob ich beim Bishop Pass Trail runter gehe oder nicht. Da es eh heute und morgen noch dauert bis ich da bin, werde ich die Zeit nutzen um es zu entscheiden. Wir 6 haben das Thema Wasserüberquerungen zusammen besprochen und wie wir uns zusammen tun. Andrew sagte ob er, Pineapple und Mareike oder ich evtl als 3er Gruppe rüber gehen, aber da hab ich gleich nein zu gesagt. So wie gestern, wäre Mareike oder ich dann allein gewesen und vielleicht dadurch gefallen und mit dem Wasser mitgezogen wurden. Ich könnte es mir auch nie verzeihen, wenn etwas passiert. Mareike und ich haben auch ausgemacht wir 2 bleiben zusammen und wenn nicht campen wir auf der anderen Seite oder benutzen einen extra Tag um eine Stelle zu finden. Jeder drückte sich so aus, dass so etwas nicht mehr passieren kann und jeder möchte geduldiger werden. Andrew, Laura, Mareike und ich sind dann etwas Flussabwärts gelaufen, in der Hoffnung Pineapples Wanderstock oder ein paar Wasserflaschen zu finden. Der Fluss wurde nach unten hin immer kräftiger und es gab mir ein mulmiges Gefühl und die Bilder von gestern kamen in mir hoch. Wir wollten dann noch alles trocknen lassen, Essen und zwischen 12:30 und 13 Uhr los laufen. Kurz nach 13 Uhr ging es also los zu unseren kurzen Wanderung. Am Anfang waren die Beine schwer heute, es ging nach einer Weile besser. Richtig Srimmung kam aber keine in mir auf. Die Schultern taten schnell weh und es war nicht so meins heute. Zuviele Gefühle waren noch immer in mir und das laufen im matschigen Schnee war anstrengend. Die heutigen Wasserüberquerungen waren zum Glück leicht, die Flüsse waren gross, wir hatten Schneebrücken bei allen. Heute haben wir auch den Fluss gekreuzt wo 2017 ein Mädchen verunglückt ist. Kurz nach dem Fluss wollten wir campen und sind noch etwas weiter gegangen. Mein zu Hause für heute Nacht ist auf einem Stein. Zelt steht nicht super aber habe es irgendwie etwas aufstellen können, mehr brauch ich nicht. Die Aussicht ist fantastisch und wunderschön. Schon allein das gibt es endlich mal etwas zurück für die Anstrengung und der ganzen Angstmomente der letzten 2 Tage.


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