PCT Tag 73- Silver Pass

PCT Tag 73- Silver Pass

Morgens sind wir um 5 Uhr los. Wir wollten die 2 weiteren anstehenden Flussüberquerungen im hellen machen. Die 2. Überquerung vom North Fork Mono Creek und dann der Wasserfall. Es ist immer eine gewisse Anspannung zu spüren, wenn wir diese vor uns haben. Wir wussten wieder es soll irgendwo bevor man zur eigentlichen Überquerung kommt ein Baumstamm liegen und diesen haben wir gesucht. Nach einer Weile gefunden und es klappte gut rüber zu kommen. Sind dann irgendwo wieder hochgekrabbelt und waren zurück. Kurz danach kam die Wasserfallüberquerung. Ketchup ist hinter mir gelaufen, ich fragte ihn ob er mit mir läuft. Ca ab der Mitte rief auch er: atme, atme. Weiss diesmal nicht warum, aber es war schwer zu atmen es kam Wind und die Spritzer vom Wasserfall. Jeremy, reichte mir noch eine Hand zum rauskommen und wir sind alle gut durch gekommen. Unsere Anspannung viel ab. Es kostet jedes mal viel Energie diese zu machen. Das hätte man im vorn herein gar nicht so extrem erwartet. Es war noch früh und ich total nass, mir war so kalt. Musste mich bewegen und bin gleich langsam weiter gelaufen. Wir kamen zurück in den Schnee und haben nach einer Weile den Silver Pass erreicht. Diesmal erst den Pass, dann ging es trotzdem noch höher und dort war eine schöne Aussicht und wohl ein Campsite, was im Schnee lag. Bergrunter sind wir ein paar mal auf dem Po gerutscht und es zog sich hin. Wir hatten eine Pause gemacht, etwas länger als gewohnt. Man merkt wie die letzten Tage uns in den Knochen steckt. Ich hatte was gegessen und mir wurde kurz übel. Beim nächsten Anstieg hab ich das nochmals zu spüren bekommen und musste eine Weile stehen bleiben und danach sehr langsam weiter gehen. Heute hatte der Körper einfach keine Energie mehr gehabt. Der Abstieg war nicht schön, wir haben den Trail verloren. Einige Stellen waren steil und es ging nur langsam voran. Wir machten hier und da kleine Pausen aber so wirklich vorwärts kamen wir nicht. Am 3. Anstieg sagte Marlen, wenn wir jetzt weiter gehen und zurück in den Schnee kommen, weiss sie nicht ob sie es schafft. Also sind wir nur noch ein kleines Stück gelaufen und haben eine Platz zum campen gefunden. Nach 12 Stunden, haben wir 13 Milen geschafft, der Schnee drückt das Tempo so runter. Schade und jetzt nimmt er noch viele Kräfte. Wir hoffen, dass wir morgen wieder bei weniger Schnee laufen können. Und bis zu unserer Gabelung laufen können um den ersehnten Ruhetag antreten zu können. Nicht nur das, sondern auch Wäsche waschen und duschen.


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