PCT Tag 82- Dorothry Lake Pass

PCT Tag 82- Dorothry Lake Pass

Alles startete in gewohnter Routine. Zwar hab ich mir heute mal trockene Socken angezogen aber die wurden schnell feucht. Um 6 Uhr sind wir zu fünft gestartet, unser Ziel die Überquerungen bei Einbruch der Sonne zu machen. Auf dem Weg zur 1. Überquerung war viel Schnee und es wurde bald wieder viel nach dem Weg gesucht, es hielt uns nicht zu sehr auf, aber etwas Zeit ging verloren. Wilma Lake war unsere erste Überquerung. Normalerweise soll dort eine Brücke sein, aber die war überschwommen ud alles war ein Sumpf. Habe mir Socken vorher lieber ausgezogen. Meine Zehen sind sehr schlimm geworden, durch das ständige nass sein hab ich immer mehr Wunden unter den Zehen. Es ist schmerzhaft, aber was soll es. Bald wird es besser und die Wunden werden heilen. Wir stiessen dann kurz drauf auf die 2. Überquerung der Falls Creek. Der war breit, tief und es sah so aus als ob er stärker war. Alle berieten sich wo wir lang gehen wollen. Motorboot ging als 1. durch. Ich fragte Ketchup ob er mit mir zusammen durch geht und Mareike vor mir. Christina wollte dann auch noch mit uns rein und das dauerte noch einen Moment. So war Mareike schon fast drüben. Ich bin rein, ging weiter und das Wasser ging mir bis über die Hüfte, es war schrecklich kalt und ich konnte nicht mehr atmen. Habe mich zu Ketchup umgedreht und er schaute mich mit grossen Augen an und fragte „was willst du machen“? Ich nur „ich bekomme keine Luft es ist zu kalt“. Als ich mit dem Rücken zum Wasser stand ging es wieder. Also hab ich wieder versucht weiter zu gehen, ca einen Schritt und drehte mich wieder um. Gleiche Koversation wieder. Es ging wieder besser mit mir und ich ging wieder 1 oder 2 Schritte weiter. Gleiche Spiel von vorne mit Ketchup. Umdrehen wollte ich nicht, die Stärke des Flusses hat mich nicht gestört, aber die Kälte und wie hoch es mir ging. Alle ruften nur noch „Flower, breath“. Ketchup hob mein Rucksack hoch, gab mir Bescheid das er es macht und ich bin ganz schnell rüber. Habe sogar noch Christina eingeholt, sie hatte aber auch etwas entfernt gestanden und auch gerufen. Ketchup sagte mir danach, er hatte Angst das ich fallen könnte, weil ich dann so schnell war. Was mir gar nicht im Sinn kam, die Füsse standen immer gut, es ging nur verdammt schnell. Wasser und ich sind eben keine guten Freunde, vorallem so kalt und es ging mir zu hoch. Auf der anderen Seite, sassen wir uns zum aufwärmen in die Sonne. Die grossen Überquerungen waren somit geschafft, etliche kleine stehen aber noch an. Weiter ging es mit dem Anstieg zum nächsten Pass. Wir waren gleich wieder im Schnee und liefen am Fluss entlang. Einige male über Steinfelder und es präsentierte sich ein toller Wasserfall vor uns. Der Anstieg zog sich so dahin, wir mussten oft suchen und es ging schleppend voran. 2,5 Milen vor dem Pass haben wir noch eine Pause gemacht und ich bekam mit wie spät es schon war 14 Uhr und wir hatten noch nichts geschafft. Ich war gefrustet als es wieder weiter ging. Wir liefen und liefen und nichts kam bei raus. Fast schon zuviele Pausen wurden gemacht. Sonst waren wir Effektiver. Aber so sind die Tage hier draussen. Es ging nicht nur mir so hab ich dann festgestellt. Jeder hatte heute hier zu beißen. Wir haben sicher nicht mehr soviel Schnee erwartet, dadurch das die letzten Anstiege mehr oder weniger Schneefrei waren. Immer wenn geplant geht hier draussen etwas schief. Habe dann viel geführt und es war einfach anstrengend. Nach 16 Uhr waren wir dann auf den Pass. Der letzte Weg hatte eine tolle Aussicht auf einen See. Wir mussten durch den Schnee und hatten alles voll mit Suncups. Jeder ist hier und da ausgerutscht und kam schleppen voran. Ich bin bestimmt 15x in unter 2 Milen hingefallen. Oben auf dem Pass war man froh es endlich geschafft zu haben. Es ging nach 5 Minuten gleich wieder runter. Die Uhr tickte jetzt gegen uns. Wir wollten aus den Schnee kommen. Wir berieten uns kurz und haben uns geeinigt das wir bald unser Camp aufschlagen werden. Es war schon nach 17 Uhr und wir 11 Stunden unterwegs. Wenn nicht kommen wir erst Freitag Morgen am Sonora Pass und dem zufolge in Kennedy Meadows North an. Wir haben dann noch eine Flussüberquerung gehabt und ich sah ein Wiesenplatz der schön war. Mareike sagte in ein paar Metern ist noch eine Überquerung also wollten wir diese auch noch alle zusammen machen. Christina und ihr Bruder wollten noch weiter gehen. Fanden es aber toll, dass wir die Überquerung noch mit ihnen gemacht haben. An dem Fluss oder Bach lagen meine Nerven blank. Es war nicht tief, nicht stark aber ich fühlte mich nicht vorbereitet für diese Überquerungen. Danach war ich etwas sauer auf mich, das mich das Wasser immer so aus dem Gleichgewicht bringt. Kurz danach haben wir ein Campsite gefunden, wir blieben also wirklich bei Mile 999,2 und campen lieber. Wollen morgen den 1000 Milen Marker erzwingen, was heute eigentlich das Ziel war. Nachdem jeder heute so bedient war, wollen wir es morgen früh bei einem neuen Tag lieber machen. Wir sassen zusammen haben gegessen und sind schnell in die Zelte verschwunden. Es ist kalt und die Sonne war hinter einem Berg, ansonsten ist der Platz sehr schön am See. Für Mücken ist es sogar etwas zu kalt hier.

Grüsse Melli 🌸

Distanz: 10,24 Milen/ 16,48km Anstieg: 1397 feet/ 420,31 HM


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