Olavs vei Tag 18- alleine unterwegs

Olavs vei Tag 18- alleine unterwegs

Irgendwie kam ich morgens nicht hoch. Gestern war viel zu erledigen. Ich hatte mich gegen 22 Uhr hingelegt, aber in dem super schönen Haus habe ich alles gehört. Also jeden Schritt der im Haus gemacht wurde hat es geknarrt und wenn die Klospülung ging, dachte ich es kommt ein Wasserfall mit runter.

Aus Ringebu ging es auf der Straße raus. Meine Beine wurden die letzten Tage nicht viel benutzt und sie mussten sich dadran gewöhnen. Es wurde einfacher als ich im Wald auf einer Schotterstrasse ging.

Da kam ich anfangs sehr gut voran. Ich kam an einem Fluss, was für eine Geschwindigkeit er hatte. Es ist so schön mit Brücken.

Auf dem Weg lagen Federn und Elch fäkalien. Denke hier war ein Kampf und ich kann mir gut vorstellen, wer gewonnen hat.

Es war ein schöner Tag zum wandern. Wolken am Himmel, die Sonne war auch da und es war eine angenehme Temperatur.

Ich kam beim Gudbrandsdalen Pilegrimssenter vorbei und wollte dort kurz einen Stopp machen, mir einen Stempel holen und mich erkundigen wegen dem Dovrefjell.

Er meinte gleich, das Fjell wäre gesperrt, musste sich verbessern und sagen wir empfehlen nicht vor 15. Juni dort entlang zu gehen. Naja es sind noch 6 Tage bis zum 15. Juni und ich bin auch erst in ein paar Tagen dort. Habe mir alles angehört und mir eine andere Route geben lassen, falls ich wo anders entlang gehen muss.

Hatte ihn auch gefragt wie es ist, wenn man Erfahrung hat im Schnee zu laufen, aber er grinste nur. Er wollte mir es auch nicht Recht glauben, dass ich schon so einige Kilometer im Gebirge mit Schnee hinter mir habe. Ich werde es mir anschauen und dann entscheiden.

Musste und wollte dann auch weiter, da ich noch etwas weiter kommen möchte. Heute lag eine Tankstelle am Weg, dort bin ich noch kurz rein.

Ich kam zu einer Kirche, die Sør- Fron Kirke. Es ist eine steinige achteckige Kirche und stammt aus dem Ende des 1700 Jahrhundert. Es war grad eine Trauerfeier zu Ende und ich fühlte mich in dem Moment sehr unpassend.

Ich bin dem Weg gefolgt, von hier hätte man auch eine andere Route laufen können, wenn man noch was einkaufen müsste.

Es ging noch über einen Hof und und Wiesen bis ich beim Sygard Grytting vorbei kam. Also man biegt genau vor dem Hof nach rechts ab und hat eine gute steile Steigung vor sich.

Bis zur Sygard Grytting, war Muttchen und mein Plan am Sonntag, aber es ging leider nicht soweit.

Es ging eine Weile bergauf dort, auch mal auf der Straße bis es auf einem Schotterweg ging und es hatte sich ausgeflacht. Ich kam gut ins schwitzen.

Der Schotterweg war sehr lang, dort lagen Balken umher auf einen hatte ich mich erst einmal gesetzt und ein Päuschen gehalten. Zu der Zeit wurde ich auch noch schrecklich müde und es gab wachmacher, Schokolade.

Bei dem späten Start und immer noch Müdigkeit, dachte ich mir ich laufe noch weiter. Bis nach Kvam wird es nichts werden, da möchte ich lieber früh schlafen und Abends noch etwas ruhen um morgen fit zu sein. Es ist noch ein Stück bis Trondheim

An einem Baum standen die KM bis zu den verschiedenen Zielen, allerding stimmt es nicht bis zum Nidaros, Trondheim. Es sind für mich noch immer über 300 km.

An alte Häuser ging es vorbei, wo Menschen einmal lebten, ist schon der wahnsinn. Bis anfang des 1960 Jahrzehnt haben Menschen dort gelebt und mussten wegen Erdrutschen und Steinras weg ziehen. Der Ausblick war natürlich fantastisch.

Langsam ging ich wieder runter und kam an Toske vorbei. Endlich. In der Ferne sah ich Wolken und überlegte wann der Regen mich trifft, es dauerte nicht lange. Schnell Regensachen angezogen und weiter ging es.

So ging ich die Strasse runter, sehe ein Zeichen. Der Pfeil zeigt eindeutig, dass ich nach links gehen soll und das auch machte. Aber das war falsch, es ging einfach noch die Straße weiter runter. Natürlich, war ich erst einmal umher gelaufen und habe etwas Zeit verschwendet.

Der Regen hörte wieder auf, also wieder alles ausziehen. Man schwitzt sehr unter den Regensachen. Da ich in Toske war, wusste ich jetzt geht es wieder rauf und da war es super nicht soviel anzuhaben.

Immer wieder gab es Felder mit Butterblumen und Pusteblumen zu sehen, es ist schon sehr hübsch.

Ich arbeitete mich immer weiter hoch über den Anstieg. Vor mir war ein kleiner Fluss und ich dachte, nun bist mal ein guter Wanderer und filterst dein Wasser. Gut, dass ich das gemacht habe. Es ging noch etwas hoch und dann wurde es flach. Ich ging an einem Zaun entlang mit Schafen auf der Herde und sehe eine Gapahuk.

Es ist 17: 30 Uhr. Gut noch eine halbe Stunde gehen und dann nach einem geeigneten Platz suchen oder hier bleiben. Habe mir die Gapahuk angeschaut und den Himmel gesehen, ich bleibe hier und sitzte im trockenen.

Mein Zelt habe ich unter dem Dach aufgebaut. Meine Nachbarn, die Schafe kamen mich begrüßen und es fing an zu tröpfeln und es regnete einen Moment. Ich war super zufrieden da ich dieses mal im trocknen sass. Es regnete nicht allzu lange, aber alles abbauen und weiter wollte ich nicht mehr.

Ich habe mich lieber in den Schlafsack gekuschelt und gehe etwas früher schlafen. Denke sie Schafe werden auf mich aufpassen.

Abends hatte ich mal überlegt ob ich überhaupt mal am Tag redete, aber ja das tat ich. Mit dem Mann vom Center und mit einer Frau ca 5 Wörter. Es ist jetzt sehr ruhig auf dem Weg.

Lieber Gruss Melli 🌸

Gewandert: 30,8 km

2 thoughts on “Olavs vei Tag 18- alleine unterwegs

  1. Hallo Melli, es ist eine gute Entscheidung, dass du den Weg für euch beide weiter wanderst. Man merkt, dass dir das Wandern eine Herzenssache ist.
    Pass gut auf dich auf! Wir freuen uns auf deine Wandererlebnisse und Fotos. Liebe Grüße aus der Uckermark!

    1. Hallo ihr Lieben, ja dass denke ich auch. Es ist schön hier draussen. Und ich freue mich, dass ich weiter gehen kann.
      Liebe Grüße Melli 🌸

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