Olavs vei Tag 19

Olavs vei Tag 19

In der Nacht kamen ab und an die Schafe an. Zu mir konnten sie nicht, da ein Zaun davor war. Aber ihre Glocken hörte ich.

Einmal schaute ich auch auf die Uhr, da es fast die ganze Nacht über hell draußen ist, hat man kein Zeitgefühl. Es war erst 04:13 Uhr, hab ich mich gefreut und die Augen nochmals zu gemacht.

Am morgen startete ich vor 8 Uhr und ich hoffe ich habe gelernt am besten kein Internet anzumachen, man spart dadurch sehr viel Zeit. Aber nun gut, es ging viel runter. An einer Stelle sehr steil runter, zur alternative hätte man die Straße weiter nehmen können.

Es dauert eine Weile bis ich nach Kvam kam, erst bin ich lange an der Straße noch gelaufen. In Kvam habe ich nochmals geschaut, wo ist der Kiwi. Kiwi ist ein Lebensmittelladen in Norge. Dachte gut, dann folge ich den Weg noch etwas und unten an der Straße gehe ich schnell zum Kiwi und zurück.

Ich war dann auf der falschen Seite vom Fluß, aber ist nicht weiter schlimm, finde ich. Wie gesagt an der Straße, habe ich GPS und alles ausgestellt und bin zum Kiwi. Der war nur weiter entfernt als gedacht, man könnte sagen auf der anderen Seite von dem Dorf. Ich hab mich so auf einen Joghurt gefreut und habe mir ein gutes Frühstück gegönnt. Mein Überzelt noch zum trocknen aufgehangen.

Ich nach langer Zeit wieder zurück zum Weg und musste auch weiter, da noch ein Stückchen vor mir liegt.

Die Markierung wurde cool geschmückt und es gab noch ein Quiz mit auf den Weg.

Vor mir lagen 3 schöne Anstiege auf den nächsten 15 km. Ich mit okay Stimmung erst einmal angefangen. Ich glaube es beeinträchtigt mich, dass ich mit kaum jemanden rede. Im Kiwi hab ich schon zur Verkäuferin gesagt “du bist sicher die Einzige, mit der ich heute reden werde”.

Als ich dann aber wieder unterwegs war und die Natur sah, war ich hin und weg. Langsam verändert es sich, steiniger und mehr Moos ist zu sehen.

Über den 1. Anstieg war ich schnell drüber. Dachte noch so, wenn jetzt eine Bank kommt würde ich kurz anhalten und etwas trinken. Es kam wirklich eine Bank, diese war aber besetzt. Ich ging vorbei und wurde angesprochen ob ich auf dem Leden unterwegs bin. Ja, genau und so kamem wir schnell ins Gespräch. Es waren 4 ältere Menschen die in mehreren Etappen laufen und jedes Jahr etwas laufen. Und die gehen auch über Dovre, das war gar keine Frage für sie. Anstelle zu sitzen stand ich dann mit ihnen. Für mich ging es nach einer Weile weiter runter und zwischendurch ging es mal rauf.

Musste über eine nette Brücke, als ich auf ihr stand, war mir doch etwas mulmig. Zum Festhalten war das nicht wirklich, aber bin langsam rüber und das hat gepasst.

Es ging dann auch schnell mit dem 2. Anstieg los und das ging zügig hoch. Da war doch wieder eine Bank und diese war nicht besetzt also gönnte ich mir einen Zwischenstopp. Danach ging es in den Wald, bis ich unten sein sollte waren es 4 km und ich brauchte ewig. Es waren Steine, viele Steine über die ich nach unten steigen musste und es war überall Laub. Zum Glück war das Laub trocken.

Irgendwann hatte ich das hinter mir gelassen und hoffte der nächste wird nicht so. Das war heute das anspruchsvollste bis jetzt. Eben sich die Zeit nehmen und dann ist alles gut. Unten habe ich noch Wasser aufgefüllt. Unten, damit meine ich Verphaugen. Es waren ein paar Frauen dort und ich habe gefragt ob ich neues Wasser bekomme könnte.

Nur ich hatte nicht wie eigentlich gedacht mich mal kurz hingesetzt sondern habe gleich mit dem 3. Anstieg des Tages angefangen. Auf dem Weg nach oben brauchte ich aber etwas zu essen und es bietete sich ein Stein an.

Nach ca 1 km wäre ein schöner Platz gewesen mit diesen Ausblick von den letzten 2 Bildern. Aber gut, manchmal kann man nicht warten. Aber wenigstens hatte ich einen schönen schwenker gemacht und geschaut. Danach ging es noch für eine Weile steil hoch und ich habe richtig geschwitzt. Musste etwas in mich schmunzeln, so anstrengend hab ich letztes Jahr noch nicht mal den Forester Pass empfunden.

Was ich nicht verstehe, dass ich auf fast jeder meiner Touren alte Schrottautos umher stehen sehe. Aber gut irgendwann ist es historisch.

Ich kam wieder nach unten und war heil froh als es runter ging. Am Ende des Tage hab ich mal geschaut, es waren nur 1100 HM aber es hat sich wie Arbeit angefühlt.

Der Abschluss war heute, dass ich neben der E6 entlang gelaufen bin.

Und gefreut habe ich mich als ich das Ortseingangsschild von Otta sah. Und dachte zurück über Odda und Otta war meine erste Norwegen Tour als ich hier her gezogen bin und das war 2003. Jetzt bin ich von Oslo nach Otta gelaufen, weiss nicht für mich war es ein tolles Zwischenziel.

Wenn man sich umschaut, sieht man immer wieder Häuser in den Bergen und man fragt sich ab und an wie sie dort wohl hinkommen.

Ich bin nicht mehr vom Weg ab und nur noch dort lang gelaufen. Die Beine wurden schwer vom Asphalt jetzt und nach einem langen Tag.

Mein Ziel war die Sel Kirke und dort sollte ein Meilenstein sein, danach werde ich nach einen ruhigen Platz schauen.

Kurz vor der Kirche gab es eine Pilger Umleitung, der ich gefolgt bin und auch gleich weiter Richtung Trondheim. Danach im Zelt habe ich erst mitbekommen, dass ich auch nochmal nach rechts hätte abbiegen können um zur Kirche zu kommen und dann wieder Richtung Trondheim laufen können. Dann sehe und habe ich diesen Meilenstein eben nicht.

Ich hatte mich lieber nach einen Platz für die Nacht umgeschaut. Es war ein Hundpark links neben mir. 2 Frauen waren dort und sie sagten nach dem Platz kommt ein wenig Wald ich solle da mal schauen. Es war perfekt für mich und ich wollte bleiben. Sie kamen auch noch mal vorbei, sie gingen Gassi auf dem Hundeplatz und kamen an mir vorbei. Wir hatten noch kurz erzählt und sie fragten ob es nicht einsam ist jetzt nach Trondheim zu gehen. Könnte man bejahen, aber heute habe ich mich mehr unterhalten als gestern und das war angenehm und mir ist so etwas wichtig.

Grüsse Melli 🌸

Gewandert: 33, 7 km

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