Olavs vei Tag 21- Alternative

Olavs vei Tag 21- Alternative

In der Nacht hatte ich in der Nähe von meinem Zelt Besuch. Weiß, aber nicht was es war. Es ging auch den Weg entlang, blieb hinter einem Busch stehen und machte Geräusche. Solange bis ich aufgewacht bin und ich raus schaute und dann ging es natürlich weiter, ohne dass ich weiß welches Tier es war.

Es war kurz nach 4 Uhr morgens und da stehe ich natürlich nicht auf, auch wenn es hell draußen ist. Das schlafen ist nicht immer einfach auch weil es grad immer hell ist, so kommt es mir zumindest vor.

Morgens habe ich meine 7 Sachen gepackt und bin los. Immer noch im Zweifel ob ich die Alternative gehen soll. In meinem Kopf ging es noch immer hin und her. Habe dann die Alternative angeschlagen, so hatte ich es auch den Eltern gesagt, dass ich es so machen werde und dann ging eben so los.

Nach 8 km kam ich nach Dombås, alles was ich gestern schon hoch gelaufen bin ging es dann wieder runter. Nach einer Weile an der Straße entlang und in Dombås gab es wie immer erst einmal ein 2. Frühstück und eine ausgedehnte Pause. Habe von dort aus in Hjerkinn angerufen ob sie ein Bett hätten für mich in der Nacht. Möchte die Powerbank und so etwas alles aufladen. Das hatten sie, super.

Muss einen Gedanken teilen, ich habe nicht ganz verstanden warum so ein kleiner Ort tatsächlich 3 Tankstellen hat.

Da vor mir ein weiter weg liegt, noch 33 km wollte ich mich wieder auf die Spur machen. Wusste auch nicht wie sehr ich hoch laufen muss und wie der Weg ist.

In Dombås war es wieder ausgeschildert, mit der Olavs vei Markierung. Habe mich dadrüber etwas gefreut.

Es fühlte sich dann doch nicht so schlimm an. Ich kam gut durch und es ging auf einen ganz alten Traktorweg oder auch Schotterweg entlang, was gut und angenehm war.

Habe oft nach rechts geschaut, wie denn das Dovrefjell dort mit Schnee belegt ist, es sah nicht nach sehr vielem Schnee aus.

Im Prinzip lief ich nur etwas tiefer im Divrefjell entlang. Also links und rechts von mir war das Dovrefjell.

Langsam machte sich auch eine gewisse Enttäuschung mir gegenüber auf, so das ich echt auf mich verärgert war. Soviel Schnee war es wirklich nicht und die Flüsse hätte ich eben schauen müssen. Sagt ja keiner, dass man an der Stelle kreuzt wo der Weg entlang geht. Man muss schauen und die Ruhe bewahren. Letztes Jahr haben wir bis zu 2 Std oder mehr an einigen Flüssen geschaut gehabt.

Die Wege kreuzten sich plötzlich nur da war mir es egal. Habe die Alternative gewählt nun bleibe ich den ganzen Tag da drauf. Allerdings irgendwann tat das wirklich sehr in meinem Beinen weh.

Also mein Fazit, die Umleitung war anfangs total okay, aber nach einer Weile ging es nur noch monoton entlang. Dazu bin ich die letzten 15 km neben der E6 entlang gelaufen. Vielleicht hätte ich das nicht machen sollen und auf den anderen Weg bleiben sollen. Glaube das hätte sich besser angefühlt.

Was nun besser gewesen ist finde ich nicht raus. Und meine Enttäuschung über mich hat auch nach gelassen, ich bin sicher gelaufen und ans Ziel gekommen. Gut an der E6 ist auch nicht 100% Ideal gewesen, aber ich bin immer weiter weg gegangen wenn Autos kamen. Auch wenn die E6 eine Europastrasse ist, manchmal kamen eine Weile gar keine Autos. Habe ca über 10 km Umweg eingelegt und dass passt auch, laufe noch nicht genug. Man muß es dann auch mit Humor nehmen.

In Hjerkinn bin ich noch zum Pilgrimscenter und dort war niemand mehr. Dafür war neben an ein Hotel und Café und dort gab es eine Solo, fast wie Fanta, bald auf ex und dazu frisches Wasser. Ich hatte so einen Bedarf. Es ist heiss draußen und es wehte überraschender weisse kaum ein Lüftchen.

Von dort aus bin ich zu meinem Zimmer und habe meine Dusche genossen. Meine Beine tun etwas weh vom ganzen Asfalt heute. Werde die Dusche auch nochmals genießen und meinen Beinen etwas gutes tun. Meine Kleidung konnte ich mal durch waschen und einfach entspannen den Rest des Tages was ich auch musste. War trotz der vielen Kilometer sehr schnell unterwegs. Im Wald oder über Wiesen ist es allerdings angenehmer und macht viel mehr Spass.

Wenn man draußen sitzt und sich alles betrachtet ist es wie in einer anderen Welt. Ich finde es mal ganz toll erlebt zu haben auch wanderlich. Allerdings ist das nichts für mich auf Dauer, dass muss ich auch eingestehen. Mir reichen da ein paar Tage und dann wieder etwas anderes. Obwohl es eben das besondere des Fjells ist, solch eine Vegetation nur Wochen lang wäre es für mich persönlich glaube nichts.

Lieben Gruss Melli 🌸

Gewandert: 44,2 km

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