Olavs vei Tag 26

Olavs vei Tag 26

In der Nacht hab ich darüber nachgedacht, wie man auf alles reagiert. Wie schwer es mir fällt abends zu schlafen, obwohl ich ko bin. Weil es immer hell ist und eben zur Zeit sehr heiß. Selbst drinnen höre ich alle Geräusche.

Ich habe einen ganz anderen Rhythmus als normalerweise. Im Sommer bei der Helligkeit braucht man zum Glück weniger Schlaf. Hätte aber nicht gedacht, dass mir die Helligkeit und zur Zeit super heißen Tage solche Rhythmus Probleme bereiten.

Morgens war mir erst etwas schwindlig. Aber ich hatte mir ein Ziel gesetzt. Gleich morgens viel Wasser getrunken und es wurde besser. Alles gepackt, denn wir hatten abgemacht, dass ich um halb 8 zurück gefahren werde. Es war super lieb, man hat gemerkt, dass ihr das Spaß machte.

Im Løkken Verk ging es kurz vor halb 9 Uhr los. Es ging noch auf dem Asphalt entlang und das tat erst einmal im linken Bein weh. Ab und an habe ich angehalten gedehnt und das half mir und dann ging es vom Asphalt runter und auf einem Waldweg entlang. Das tat gut und die Beine entspannten sich und als ob ich gleich ganz anders gelaufen bin.

Es ging wieder hoch, aber meistens war es nicht ganz so schlimm, schön gleichmäßig hoch. Kurz etwas steiler, bevor es abflachte und ich an einen See kam. An diesen bin ich eine Weile entlang gelaufen. Kurz bevor es vom See weg ging, kam eine Bank und Tisch. Das war doch eine super Einladung zum 2. Frühstück und ich habe es mir bequem gemacht.

Danach wurde der Weg etwas schwerer. Aber nur weil man dort den Wald abholzt. Die Markierung habe ich nicht mehr gefunden oder gesehen. Es muss ein großes Auto hier gewesen sein, es waren Spuren im Sand. Der Weg war stellenweise Mottrig. Ein paar Tierspuren waren auch dort, dem ich nach gelaufen bin. Tiere kennen oft den Weg besser als wir, aber es ging noch ein anderer Weg dort entlang und das war meiner.

Irgendwann hatte mir das Navi gesagt das ich falsch bin. Ich bin etwas zurück und habe den Weg schnell wieder gefunden. Navi, ich hatte mir den Weg offline auf View Ranger geladen. An einigen Stellen war es hilfreich.

Es wurde etwas feuchter unter den Füßen, ab und an ging es auf Bohlen entlang. Von oben war es super warm, da war das nasse an den Füßen fast schon angenehm.

Nach einer Weile kam ich nach Skaun. Skaun hatte ich schon aus der Ferne gesehen, aber die Kirche lange nicht. Brauchte neues Wasser und bei Kirchen kann man gut auffüllen. Auf der anderen Seite sah ich 2 Wege die hoch gingen und ich hoffte, dass es nicht der steilere sein wird. Es war eben wieder sehr angenehm heiß draußen. Die Kirche war wieder abgeschlossen und das Gemeindehaus ebenfalls. Also wieder keinen Stempel.

Allerdings war wieder ein Meilenstein dort. Nur noch 38 km bis nach Trondheim. Jetzt bin ich dicht dran. Es war kurz nach 14 Uhr, ich hatte eine Bank im Schatten. Hatte mir im Geschäft wie immer Joghurt und Schokoladenmilch geholt und habe meine Pause genossen.

Es war noch sehr früh am Tage und ich habe im Sundet Gård angerufen. Bis dorthin kann ich es schaffen und es wäre mir sehr lieb noch an diesem Tage über den Fluss zu kommen. Habe mit dem Mann, der einen mit dem Boot abholt gesprochen. Ich erzählte ihm, dass ich um 15 Uhr weiter laufe. Es würde mich Abends abholen und sagte gut dann erwarte ich dich zu 20 Uhr. Dadrauf habe ich nichts gesagt, fande aber 5 Stunden für die Strecke sehr lang. Dachte, ich komme sicher um 19 Uhr an.

Pünktlich um 15 Uhr war ich mit der Pause fertig und der Körper war ausgeruht und fertig zum weiter laufen. War super zufrieden, dass ich das etwas besser abschätzen konnte.

Es ging dann wieder hoch und es war die Straße die etwas steiler war. Zum Glück hatte ich vorher gut getrunken und genug Wasser mit dabei. Es ging aber besser als erwartet auch mit der Hitze und dann ging es im Wald wieder entlang und ich hatte wieder mehr Schatten.

Es ging trotz allem zackig voran, den Weg konnte ich gut folgen und viele Teile waren sehr angenehm zu laufen. Ich dachte, dass steilste hatte ich geschafft, aber nein es ging nochmals kurz und knackig hoch.

An einem Toilettenschild kam ich vorbei und habe auch die Toilette nach einer extra Runde laufen gefunden. Es hatte Spass gemacht dort zu laufen. Weiterhin waren die Schuhe und Füße nass, was mich bei den Temperaturen nicht störte.

Es ging dann wieder abwärts und weiter auf Asphalt, einmal muss ich eine Abbiegung verpasst haben. Hatte es aber erst später mitbekommen, als ich eine Markierung wieder gesehen hatte. Es lag schon der Ort Buvika vor mir. Dort bin ich unten am See entlang gelaufen und das war sehr Flach. Das Wasser stand nicht so hoch, dafür dass sonst überall Überschwemmung ist.

Ich wusste kurz vor dem Campingplatz muss ich nochmals hoch laufen. Es war auf dem Höhenprofil ein ganz kleine und kurze Kurve zu sehen. Ich tracke bei solchen Touren meinen zurück gelegten Weg und kann mir im nachhinein auch das Höhenprofil ansehen. Und es war auch auf meinem Höhenprofil nicht sehr hoch. Aber, ich konnte danach sagen, der war wirklich anstrengend. Es ging kurz auf dem Brattbakken entlang. Brattbakken heißt übersetzt, Steilberg und es war wirklich einen Moment gut steil.

Dafür ging es nochmals kurz ins Grüne und das war angenehm. Und auch gleich wieder runter, sehr steil zum runter laufen. Es war ein Seil dort wo ich mich ab und an festgehalten habe.

Dann noch ein kleines Stück am Wasser entlang und ich kam beim Camping Platz vorbei.

Bei der Rezeption habe ich die Bank eingenommen und wieder den Mann vom Sundet Gård angerufen. Er sagte, er hole mich ab. Ich solle einfach noch weiter geradeaus gehen zur Bootsanlegestelle. Er hatte mir am Telefon gestanden, er könne mich dann eben nicht mit dem Boot abholen wegen dem hohen Wasser und weil er das Boot noch nicht zu Wasser gelassen hatte. Aber er hole mich mit dem Auto ab. Gut, ich komme noch Abends über den Fluss und bin morgen Unabhängig mit meiner Startzeit.

Auf dem Weg zum Sundet Gård hatte er mich nochmals gefragt, wann bist du weiter gelaufen und ich “pünktlich um 15Uhr” und wann hast du mich zum zweiten Mal angerufen “kurz nach 18 Uhr”. Dazwischen lagen 18 km und er nur, du bist schnell. Ja, das stimmt, aber nicht jeden Tag. Wir haben noch kurz ein Gewitter gehört, aber so richtig wollte es nicht anfangen. Obwohl es langsam bitter nötig wäre.

Bei Sundet Gård habe ich noch nach einen Zug für den nächsten Tag bestellen wollen, nur zu Corona Zeiten haben sie nicht soviele Züge und eben auch nicht soviele Sitzplätze. So war alles ausverkauft, zum Glück gab es für Freitag einen Sitzplatz für mich.

Dafür kann ich Morgen etwas länger schlafen und habe keinen Stress zum Zieleinlauf.

Grüsse Melli 🌸

Gewandert: 46, 7 km

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