Browsed by
Autor: Flower

E5 Tag 28 Rifugio Lancia – Rifugion Campogrossa

E5 Tag 28 Rifugio Lancia – Rifugion Campogrossa

Regen, regen von morgens an, eigentlich schon seit gestern. Ungemütlich ist es draussen und es ging nochmals ins Bett. Jede halbe Stunde wurde das Wetter gecheckt, aber keine Besserung in Sicht. Nur noch mehr Regen. Meine Wetterapp sagte ab 10 Uhr soll es besser werden, wurde es nicht. Kurz vorher hat sich alles noch mehr zugezogen der Nebel kam und es fing an zu stürmen.

Neben mir im Zimmer waren Österreicher, Hannah, Lisa und Daniel. Sie kamen gestern Abend noch an und wollen auch bis Verona laufen. Sie und alle anderen warten auch noch ab was passiert. Evt wird es ab 15 Uhr besser und man könne es versuchen raus zu gehen. Der Plan ist wenigstens noch ein paar Kilometer weiter zu kommen.

Kurz vor 13 Uhr wurde der Regen weniger, alle nutzen die Chance um los zu gehen. Es war kalt draussen durch das laufen wurde es aber relativ warm. Wegen dem schlechten und unstabilen Wetter wurde sich schnell geeinigt einen etwas kürzeren Weg zu gehen um einen Anstieg auf 2200 HM zu vermeiden. Es ging heute durch das Pasubio Massiv- ein Mahnmal des Friedens.

Im Pasubio Massiv lieferten sich Österreicher und Italiener, von 1916 bis 1918, eine Schlacht um die Grenze. Jedes Land versuchte die „Platte“ des anderen zu erkämpfen. Tausende Männer verloren ihr Leben. Im 1. Jahr 9000 Männer. Davon starben im Winter 1916/ 1917 6000 Österreicher durch Lawinen. Geschätz wird die Opferzahl auf 38000. Und noch heute sollen eine Vielzahl italienischer Soldaten dort begraben sein. Am 14.03.1918 sprengten die Österreicher die italienische Platte mit ihrer Truppe von über 500 Mann. Damit war auch die Schlacht um den Pasubio beendet.

Heute ist es ein Teil des Friedensweg/ Sentiero della Pace. Die Idee zu diesem Weg kam kurz nach dem 2. Weltkrieg auf und soll eine Brücke zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern sein.

Es war sehr lehrreich und emotional dort lang zu laufen. Ein wunderschöner Weg, aber wenn man sich vorstellt was dort vor 100 Jahren passiert ist, ist das grausam. Wir haben uns ein paar Höhlen von damals angeschaut. Sie dienten dem Schutz und der Behausung. Wir kamen an einer kleinen Gedenkkapelle vorbei. Kurz vorher standen dort grosse Kreuze zur Erinnerung. Die anderen waren noch am schauen der Höhlen beschäftigt und ich dachte, dann gehe ich schon weiter, aber wollte noch Tschüss sagen. Sie kamen, fragten mich ob ich nicht auch Pause machem möchte aber es war mir grad nichts. Regen setzte wieder ein und wir sind alle weiter gegangen zur Refugio Papa, dies ist die ehemals Kommandozentrale der Italiener im 1. Weltkrieg. Dort haben wir kurz Pause gemacht. Haben uns an den Abstieg gemacht und ich dachte, gut wenn wir heute zu 4. sind sollte man schon mal anrufen wegen einer Übernachtung. Der Fugazze Pass, was nach dem Abstieg kommt, sie hatten allerdings keinen Platz für uns. Wir haben uns geeinigt weiter zu laufen bis Rifugio Campogrosso. In Gedanken, hatte ich mir das Ziel ausgemalt und wollte mich deswegen etwas schneller auf dem Weg machem und jetzt machten wir uns zu 4. auf den Weg. Das Tempo wurde angezogen. Die Strecke hat sich jetzt um 2 Stunden verlängert. Am Fugazze Pass angekommen, wurde schnell das Wasser im Restaurant aufgefüllt. Als ich rein ging war „schönes“, jedenfalls trockenes Wetter, als ich raus kam, Regen aber schon nicht mehr so wenig. Da mussten wir jetzt durch, alle man. Es ging anfangs über eine Wiese und dann durch den Wald hoch. Er spendete etwas Schutz vor dem Regen. Sollten über einen kleinen Bach, aber dieser war jetzt schon so gross das man aufpassen musste, beim überqueren. Nach einer Weile hab ich mal geschaut wieviel wir an Höhe schon gewonnen haben und sagte zu den anderen „nur noch 100 HM“. Gut es war ein wenig mehr, 190 HM um genau zu sein. Aber keiner sagte was, wir sind hoch gestiefelt im Regen alle waren pitschnass, aber es hat viel Spass gemacht. Durch den Regen ist das Laub ganz aufgeweicht, man tritt rein und es wird tiefer und es ist stellenweise sehr glitschig geworden. Oben angekommen gab es das Jubelselfie. Und unsere Zeit war unschlagbar für 400 HM- 1 Stunde. Leider ging es dann etwas steiler erstmals bergab, aber es hatte aufgehört zu regnen. Der Blick geht jetzt auf die kleinen Dolomiten. Dann wurde der Weg immer schöner bis auf einige Pfützen und Motterstellen zur Zeit. Merkwürdigerweise fand man durch die Wegweiser nicht, dass wir dichter ans Ziel kamen. Ich lief in meinem Tempo, glaubte Hannah ist hinter mir drehe mich um, da keine Antwort kam, da waren alle 3 ein gutes Stück hinter mir. Bin dann trotzdem nur weiter zur Hütte gelaufen. So das einer schon mal da ist. Ich schnell ter die Dusche kann und für die anderen die Dusche frei ist wenn sie da sind. Dusche war leider nicht heiss. Und in der Hütte angekommen hat es erstmal 10 min gedauert bis ich in den Trockenraum kam. Die Bedienung wusste nicht ganz welchen Weg oder sonstewas. Als sie dann meinte ich solle mich beeilen auch mit Abendbrot bestellen, da sie die Küche schliessen wollen. Die anderen sollen sich auch beeilen war ich kurz verduzt, ich habe keine Zeit verschwendet um in diesen Trockenraum zu kommen, ich wollte nur aus den Sachen raus und eine Dusche haben. Die anderen 3 kamen, wir sind runter und haben Essen bestellt bei einer anderen sie meinte nur wir können in Ruhe machen und erstmal die Karte anschauen. Da sagte ich ihr, wir haben bescheid bekommen schnell zu bestellen. Der Koch war auch anscheinend etwas sauer, da wir bestellten ohne erstmal am Tisch zu sitzen. Keiner konnte es dort verstehen, dass wir alle 4 nass waren und bevor man sich setzen möchte, möchte man die Sachen gerne zum trocknen aufhängen und kurz geduscht haben. Es waren ca 8 Mann dort als Bedienung und 2 Gäste bevor wir kamen. Und ein riesen durcheinander, keiner wusste was der eine sagte oder der nächste machte. Naja wir kamen zu unseren späten Essen, klar Pasta Bolognese und heute mal Bratkartoffeln und Gnocci was wir uns zu 4. teilten. Das hatten wir uns alle verdient. Der Abend wurde schnell ausgeklungen und wir sind ins Bett, es ist ja trotzdem schon nach 22 Uhr heute.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: km, Total Distanz: km, Höhenmeter: m, Total Höhenmeter: m, Abstieg: m, Total Abstieg: m, Wanderdauer: Stunden (mit Pause)

E5- Tag 27 Passo della Borcola – Rifugio Lancia

E5- Tag 27 Passo della Borcola – Rifugio Lancia

Was war das für ein Gewitter heute Nacht. Lag eine ganz Zeit lang wach. Immer wieder mal schossen die Blitze am Haus vorbei und die Donner dazu, es giesste und ich wusste nicht was das dann heute werden soll. Irgendwie komisch, dachte ich war mit Laura allein im Haus aber es kam 2 mal jemand noch in den Hausflur, es war etwas Hellhörig. Morgens um 7 klingelte der Wecker, war um 8 Uhr zum Frühstück verabredet. Habe von unten meine trockenen Sachen geholt und alles gepackt. Dann ging es zum Frühstück. Laura hatte schon alles schön für mich hergerichtet. Kurz vor neun ging es dann wieder los, habe noch Kuchen von Laura bekommen, wir haben uns stark gedrückt und verabschiedet.

Ich machte mich an den Anstieg ran. Puhhh steiler als erwartet, aber wie soll es auch schon sein, alle Anstiege haben es in sich. Nach einer Weile fimg es an zu tröpfeln und dann giesste es von oben runter. Stand zum Glück für eine Weile etwas geschützt unterm Baum und redete es mir schön, dass es das schlimmste war. Zurück wollte ich nicht mehr. Hatte zwar grad mal 1,5 km gemacht war aber schon fast mit 300 Höhenmetern fertig. Hatte also nur noch 400 vor mir bis zum höchsten Punkt heute. Und ich wusste, nach einer Weile wird es nicht mehr so steil. Also doch weiter, auch wenn es nur ein paar Kilometer sind, aber 1 Anstieg weniger und 10 km dichter am Ziel. Nach einer Weile hörte es auf zu regnen und der Nebel weitete sich. Was für eine Aussicht, auch wenn vieles versteckt hinter Wolken lag, aber es sah toll aus. Kam an vielen Gämsen heute vorbei. Ich denke die Rehe, die ich gestern gesehen habe waren auch Gämsen, wegen schlecht Wetter konnte ich es nicht sehen. Am Malga Costa angekommen, was mein 1. Zwischenpunkt heute war. Stand eine Ruine aus dem 1. Weltkrieg, es waren wohl Unterkunftshäuser und Stallungen damals. Es ist aber alles zerfallen. Bin weiter über Wiesen und die Schuhe in sich selbst waren nur noch Pfützen in sich selbst. Plötzlich seh ich andere Wanderer, 4 Stück. Mein staunen war nicht schlecht und es kam ein lautes „wow“ aus meinem Mund. Hab sie mal gefragt wie lange es noch wäre bis zur Hütte Lancia und alle gleichzeitig 2 Stunden. Hab dan festgestellt, dass es deutsche sind und kurz mit ihnen geplaudert. Aber der Weg wurde so nicht kürzer und ich hab mich auf den Weg gemacht. Ja es ging noch einige male etwas bergab und bergauf, einige male kurze Steile Anstiege noch und dann war ich endlich am Sella delle Pozze 1903 MüM. Bin nur über den Berg rüber um auf der anderen Seite bergab laufen zu können. Wie glücklich ich heute immer wieder war, den ganzen Tag oft die Markierung E5 zu sehen. Gab einen auch eine gewisse Sicherheit durch die schlechte Sicht wegen dem Nebel. Richtung Rifugio Lancia kam sogar die Sonne raus und die Wolken verzogen sich etwas. Klar kam der Gedanke auf noch 4 Std weiter zu laufen. Bin erstmal in die Hütte, mir war kalt und ich war pitsch nass, auch von innen vom schwitzen. Fand es sehr interessant, meine Jacke heute von innen auszuschütteln um das Wasser raus zu bekommen. Das schöne Wetter hielt nicht lange und es ziehte sich wieder zu. Dann war der Entschluss schnell gefallen, ich bleibe. Ruhe Beine und den Körper aus. Es gab gleich erstmal eine heisse Dusche, etwas teuer 5€, aber sie war es wert. Wollte ja nicht weiterhin frieren oder evtl noch krank werden. Danach gab es heute zur Überraschung Penne, allerdings mal keine Bolognese. Hat etwas die 1. auf der Hütte zu sein, hab ein 2 Bett Zimmer bekommen und sie kümmerten sich rürend um mich. Hab mich natürlich ums Wetter erkundigt, aber es ist wohl keine Besserung in Sicht. Hoffe trotzdem morgen erstmal wieder zu starten und vielleicht sieht es hinterm nächsten Berg etwas besser aus.

L

ieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 9.8 km, Total Distanz: 553.1 km, Höhenmeter: m, Total Höhenmeter: m, Abstieg: m, Total Abstieg: m, Wanderdauer: 4 Stunden (mit Pause)

E5 Tag 26 Sole Neve – Passo dello Borcola

E5 Tag 26 Sole Neve – Passo dello Borcola

Man oh man hat das heute morgen geregnet. Wusste nicht wie ich alles aus dem Zelt bekomme um es trocken zu halten. Es hat dann doch kurz nach 9 Uhr aufgehört. Habe alles rausgenommen um untern Dach zu packen und es trocken zu lassen. War mal wieder ein später Start, aber besser spät als gar nicht. Zu Fuss bin ich runter nach Carbonare. Dort hab ich eingekauft für die nächsten 3 Tage, sicher viel zu viel, aber der Appetit wird grösser. Denke oft an Kartoffelklösse, Rotkohl und braune Sosse. Bei mir ein Zeichen dafür, dass der Wanderhunger mehr und mehr durchkommt. Bin dann mit Tatendrang an die Arbeit gegangen. Meine Sicht war Nebel heute. Natürlich ging es bergauf und irgenwann stand nach links Weg ein Schild Richtung Forte Cherle, was mein 1. Anhaltspunkt war. Das der Abzweig diesmal zu früh war, hab ich dann auch mitbekommen. So kann es laufen. Bin etwas zurück und da kam dann ein Pärchen, Antonio und Rosana, mit ihnen bin ich mitgelaufen und wir haben bei Forte Cherle zusammen eine Pause gemacht. Sie haben mich noch bis zu einem Abzweig gebracht, wo ich über 150 Treppenstufen rauf durfte und sie sind zurück nach Carbonare gegangen. Oben an den Stufen angekommen, lief ich weiter den Schotterweg entlang. Wegweiser zeigte doch hier entlang, an den Bäumen hab ich immer wieder Markierungen entdeckt. Dann dachte ich „nee, hier bin ich falsch“ und bin zurück. Wieder am Wegweiser angekommen, bin ich kurz in mir zusammemgesackz und war sauer. Ich weiss zur Zeit nicht wie ich es schaffe, aber wenn ich die Wegweiser nur kurz anschaue oder auch lange davor stehe, die falsche Richtung schlag ich trotzdem ein. 🤷‍♀️ Bin dann im Wald hoch und kam natürlich dort raus, wo ich 30 min vorher schon mal war. Muss mir wieder mehr vertrauen. Weiter ging es, der Weg war gut, im Wald mit stetigen Anstieg. Kam ins Skigebiet, viele Skilifts waren zu sehen und ich musste über eine Wiese und dann ging es steil bergab. Okay, nochmal lesen ob ich grad richtig steh. Ja ich war richtig musste dort runter und kam schon bald drauf an einem Skihang wo ich runtergelaufen bin und vor mir war der Passo Coe (Coe Pass). Endlich da. Dort standen mehr Häuser als ich es mir vorgestellt habe, hab nicht gezählt, aber würde um die 6 schätzen. Bin kurz ins Café um mich nach dem Wetter zu erkundigen. Sie sagte es hat den ganzen Tag dort weder geregnet noch gab es ein Gewitter. Gut mal kamen ein paar Tropfen, aber das wäre es gewesen sagte sie später. Ich schaffe es noch über den Berg und zum nächsten Pass. Dort ist ihre Freundin Laura, sie hat sie noch angerufen und gesagt, dass ich komme und für mich ein Bett heute Nacht bei Laura reserviert. Laura vermietet nicht, aber für Notfälle hätte sie ein Bett. Gut, weil bis dorthin wollte ich gerne und ein Bett ist besser als Biwak campen in einer Hütte, was auf dem Pass erlaubt wäre. Im Café gab es noch eine heisse Schokolade, mir war so kalt. Allerdings wurde mir nicht wirklich wärmer, nur kurz von innen, sass in mein Nass geschwitzen Kleidern. Aber ich wollte es noch versuchen über den Monte Maggio zu kommen. Morgen ist kein besseres Wetter gemeldet, sondern nur regen und evtl Gewitter. Bin einen richtig schönen Weg entlang, erst etwas Wald und dann musste ich hoch laufen. Kam an einen Schotterweg und der Anstieg war extrem lang gezogen, es ging nur geradeaus. Natürlich fing es an leicht zu tröpfeln und kurz danach regnete es nur so runter. Weit entfernt war ich nicht mehr also wurde nicht umgedreht. Kurz dadrauf war ich auch schon am Monte Maggio, meine Aussicht war allerdings nur Nebel. Zum Gipfelkreuz bin ich nicht mehr, konnte es grad so erkennen. Bin um den Berg herum gelaufen, der Weg war wesentlich schmaler geworden und ich bin langsam gelaufen. Die Steine waren rutschig. Hab versucht sehr aufmerksam zu sein, wo ich mein nächsten Schritt hinsetzte. Es ging eine ganze Weile so entlang. Der Regen hatte aufgehört, obwohl ich nass war, war es angenehmer. Endlich ging es zum Abstieg, hatte überlegt wie das wird, wenn alles nass ist. Einfach langsam und vorsichtig. Der Abstieg war heute zum Glück in Serpetin, man verliert an Höhe, aber ist nicht dem ganz steilen ausgesetzt. Meine Knie würden, dass auch lange nicht mehr mitmachen habe ich heute festgestellt. Es ging in einem Wald weiter bergab, es war plötzlich extrem dunkel. Der Unterschied immer wieder. Einmal bin ich sehr komisch weggerutsch oder habe gehangen. Der rechte Fuss blieb hinten, musste nochmals runter aufs linke Knie und mein Wanderstock hatte ich zwischen mein rechtes Bein und meinem Popöchen. Das merkte ich gleich am Popöchen, es war unangenehm. Die Schramme am Knie wurde etwas erweitert, war halt noch zu klein. Schnell bin ich wieder hoch und weiter. Der Regen kam zurück. Langsam hörte ich immer mal Autos fand ich, aber dadurch dass ich nichts sehen konnte war ich mir doch etwas unsicher ob es Autos oder evtl ein Gewitter irgendwo ist. Plötzlich hörte ich etwas vor mir, waren dort 3 Rehe oder Junghirsche und sprangen vor meiner Nase runter. Weiss nicht wie sie es machen, aber sie sind einfach den Abhang runter gesprungen. Ich hielt mich an dem Weg. Kam um eine Ecke und da stand ein alter LKW, er steht wohl da seit dem 1. Weltkrieg. Keiner weiss wie er dahin kam. Der Weg war nicht so breit um dort hoch zufahren. Aber da wusste ich, es ist von hier aus nicht mehr weit runter. Wie gesagt, die Knie merken die abstiege immer mehr. Von oben konnte ich dann den Pass sehen und Freude tat sich in mir auf. Endlich komme ich raus aus den nassen Sachen. Laura stand grad draussen als ich ankam. Meine Sachen gingen direkt vor den Ofen. Sie hat mir das Zimmer gezeigt und es ging unter die Dusche. Danach bin ich wieder zurück in die Küche. Alle meine Sachen haben dort einen Platz gefunden und ich auch. Es gab heissen Tee und das Feuer wurde nochmals kräftig angefeuert. Laura machte noch Abendbrot für uns, natürlich Nudeln Bolognese für mich. Und wir sassen, haben etwas geredet und viel gelacht. Obwohl wir uns kaum verständigen konnten. Es war so ein schöner Abend, ganz anders als sonst. Aber der schönste, mit dem Feuer, Tee, die alte Küche und die Atmosphäre die dort war.

Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 23.7 km, Total Distanz: 543.3 km, Höhenmeter: 1412 m, Total Höhenmeter: 34583 m, Abstieg: 1272 m, Total Abstieg: 33560 m, Wanderdauer: 7 Stunden (mit Pause)

E5 Tag 25 Levico – Sole Neve

E5 Tag 25 Levico – Sole Neve

Dadurch, dass ich erst spät geschlafen habe, ging es desto später für mich heute morgen erst los. Aber ich habe den ganzen Tag Zeit bis nach Carbonare zu kommen, mein heutiges Tagesziel. Es ist nicht so heiss, bewölkt, etwas schwül. Mal schauen ob regen kommt, es ist gemeldet aber nur mit einer geringen Wahrscheinlichkeit. Von Levico hab ich mir schon immer die Berge angeschaut und gefragt welcher wird es sein. Hab es mir grausam gemacht. Kurz bevor es an den Anstieg ging hab ich nochmal Pause gemacht. Wasser getrunken und Flaschen aufgefüllt. Und dann ging es an den Anstieg, noch nicht 100% motiviert aber es ging gut voran. Markierung war blau und dann orange mal etwas Neues. Bis auf einmal die Markierung ausblieb. Suchte alles ab und wusste keinen Rat mehr. Hab Joli angerufen per Videochat und wir haben zusammen gesucht, dann noch Muttchen zugeschaltet und weiter gesucht. Bin zurück, nochmals Markierungen angeschaut und es war immer dort die letzte Markierung. Hab zwischendurch mal probiert den richtig bösen steilen Berg hoch zulaufen, aber das kann es nicht sein, dass wird zu gefährlich. Nach Ewigkeiten hab ich mich auf den Rückweg gemacht und war enttäuscht, dass es jetzt mit dem Zug wohl weiter gehen muss. Natürlich rutsch ich noch ganz dumm ab und hab jetzt wie früher eine Schürfwunde am Knie. Aber nicht weiter schlimm.

Sehe ein Wegweiser und plötzlich ahhh hier geht es lang. Bin doch hier schon vorhin lang und hab ihn anscheinend nicht gesehen, hatte Scheuklappen auf den Augen. Der „kleine“ Ausflug kostete mir ca 4 Stunden. Bin erstmal steil hoch gegangen und als das vorbei war gab es eine Pause mit Snickers. Und dann bin ich den Berg hoch. War nicht wütend auf mich selbst sondern hab es sofort abgehackt und denke so ist es manchmal im Leben.

Man schlägt einen Weg ein ohne viel darüber nachzudenken. Man weiss es ist der falsche und trotzdem schaut man sich um, wie man weiter kommt. Probiert aus, aber man muss umdrehen um nicht noch auf Gefahren zu stossen. Und dann kommt man von selbst wieder auf den richtigen Weg und es geht weiter.

Ich wusste es kommt eine Kapelle, bis dahin war es ein weiter Weg, trotzdem bis dahin wollte ich einfach den Schwung mitnehmen und bin gut voran gekommen. Bei der Kapelle war sogr ein Picknick Tisch. Klar wird sich da kurz hingesetzt. Und dann ging es wieder weiter hoch. Habe gesehen oben wird es lichter, also kann es nicht mehr weit sein. Dachte als etwas Sonne durchkam hier wird es jetzt sein, war natürlich noch nicht so . Noch einmal umbiegen und hoch laufen, dann sah ich langsam einen Holzzaun und wusste die Baita del Cangi ist hier. Musste gleich mal einen kleinen Jubelschrei loswerden.

Bin heute allerdings vom E5 abgewichen und gleich wieder runter gelaufen nach Albergo Monterover runter. Die Zeit sass im Nacken und die Wolken verdichteten sich. Vielleicht bekomme ich noch den letzten Bus was allerdings nicht so war. Höre das Gewitter schon und versuchte zu trampen. Hat ca 10 min gedauert und ich konnte bei einer Frau mit ihren 2 Kindern mitfahren. War klasse, keiner konnte die andere Sprache. Die ältere Tochter versuchte etwas zu übersetzen. Die kleine Tochter meinte wohl irgendwann zu ihrer Mama, Mutti du kannst kein englisch. Sie haben mich nach Sole Neve gefahren, sie wollten eigentlich nur bis nach Lavarone. Die Tochter hat dann noch rum telefoniert ob es hier in der Nähe gibt, wo ich essen gehen könnte. Es gibt eine Pizzeria und da werd ich mir doch nochmal Spaghetti geben lassen. Am Zeltplatz hab ich gleich ein Platz bekommen und er wollte nur 10€ haben. Sah sicher sehr kaputt aus, was ich auch war. Wollte nur schnell duschen und dann zum Essen gehen. Das Zelt war schnell aufgebaut, die Routine ist wieder da.

Mein aufgebauter Druck ist raus. Was ich sehr gut finde, es hat heute geholfen dann doch mal abzuweichen. Ich denke, dadurch wird es trotz allem wieder leichter.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 14.6 km, Total Distanz: 519.6 km, Höhenmeter: 1677 m, Total Höhenmeter: 33171 m, Abstieg: 892 m, Total Abstieg: 32288 m, Wanderdauer: 8 Stunden (mit Pause)

E5 Tag 24 Regnana – Levico

E5 Tag 24 Regnana – Levico

War früh ausgeschlafen, sicher, weil ich etwas aufgeregt war und es ein langer Tag wird. Habe mir heute erlaubt eine Alternative zu laufen. Gestern hab ich es nicht geschafft bis nach Palai und die Tagesetappe bis Levico ist sehr weit und auf 9 Std ausgerichtet, dazu brauchte ich schon mehr Zeit bis Palai. Gut dann geh ich die Alternative, nochmal alles gelesen, angestrichen an was ich mich halten sollte und war froher Dinge. Gehe los, Brücke kommt wie beschrieben. Sollte dann links abzweigen, kam ein LKW aus der Strasse und ich wurde mir unsicher und gehe weiter. Keine Ahnung warum. Irgendwann stelle ich fest es wäre der richtige Weg gewesen. Ich bin dann an der Strasse entlang weiter. Vom Vortag war meine Unterhose von der Handwäsche noch nicht ganz trocken und musste sie mir wechseln. Es war eh kein Mensch weit und breit, manchmal ein Auto oder Radfahrer aber mehr nicht. Gehe an die Seite, zieh mir elegant meine Unterhose an, erst das eine Bein und dann das andere. Blicke auf steht weiter unten ein älterer Mann und schaut zu. Ja es war ein Haus dort, aber wer würde denn glauben dass da jemand davor, mitten in einer Kurve steht. Gehe dann an ihn vorbei, Grüsse ihn freundlich und er schaute nur ganz unglaubwürdig. Kam in ein Dorf an und habe dort Pause gemacht, laut google Maps sollten es noch 12 km sein. Es ist zwar langweilig an der Strasse, aber so ist es jetzt nun mal. Von oben hätte ich tolle Aussichten gehabt. Bin links abgebogen und lief noch weiter und dann schossen die Autos an mir vorbei, vor mir war ein Tunnel wo ich durch sollte. Aber da war es bei mir aus. Da weigerte sich alles in mir. Bin wieder zurück zu einer Bushaltestelle und hab einfach mal versucht zu trampen. Ein Junge nahm mich mit, er Entschuldigte sich bei mir, dass er mich nicht nach Levico fahren könne, aber mitnehmen könne zur nächsten Stadt. Alles kein Problem, war dankbar das nicht laufen zu müssen. In der Stadt bin ich mit dem Bus nach Levico gefahren. Eine Frau im Bus konnte deutsch und sagte wo ich raus gehen muss. Bin dan zum Zeltplatz, sie haben hier 3 und alle liegen dicht nebeneinander. Die Frau an der Rezeption war sehr freundlich und hilfsbereit. Ich fragte nach dem Preis und ihr war es auch schon unangenehm, sie ist zu ihrem Chef und fragte ob ich nur die Hälfte zahlen müsse. Nein, das ginge nicht. Ich sollte 34€ für die Nacht bezahlen. Habe gedankt und bin zum nächsten Zeltplatz. Dort hab ich Wanderrabatt bekommen und nur 12,50€ bezahlt. Für das Geld geh ich doch lieber 2x Essen. Ich vermisse meinen kleinen Kocher, denke ich werde ihn ab sofort wieder mitnehmen, auch wenn es schwerer im Rucksack wird. Im Geschäft gab es noch Duschbad und ich hab es mir gut gehen lassen. Für die Wäsche gab es nur wieder Handwäsche, es kostet überall 5€ fürs waschen. Trock er musste ich mir leisten, sonst wäre es nicht trocken geworden. Abends gab es noch Kinderdisco bis halb neun und danach Disco für Jugendliche und Erwachsene. Für mich war es eine späte Nacht dadurch. An sich aber toll, dass sie soviel auf Campingplätzen anbieten.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 35.6 km, Total Distanz: 451.1 km, Höhenmeter: 2476 m, Total Höhenmeter: 27774 m, Abstieg: 2508 m, Total Abstieg: 26787 m, Wanderdauer: 10 Stunden (mit Pause)

E5 Tag 23 Gfrill – Regnana

E5 Tag 23 Gfrill – Regnana

In der Scheune konnte ich gut schlafen, musste mir aber die Türe versperren und wissen es kann keiner rein kommen. Hat dann sicher nur 5 min gedauert bis ich eingeschlafen bin.

Morgens möchte man gerne immer mal noch 5 min länger liegen bleiben, aber heute geht das auf keinen Fall. Der Weg bis Cembra ist für 6 Stunden ausgeschrieben. Ich muss es vor 12 Uhr schaffen dort anzukommen um für heute und evtl morgen einzukaufen. Sie haben geschlossen von 12 bis 15:30 Uhr. Also relativ schnellen Fusses machte ich mich kurz nach 6 Uhr auf den Weg. Gestern Abend hatte ich noch nach geschaut wo es weiter geht. Im Buch stand beschrieben es wäre schnell gemacht sich hier im Wald zu verlaufen, was ich nicht fand. Es war gut ausgeschildert und im Buch auch gut beschrieben. Was ich nur komisch fand, dass man an Wegweiser vorbei kommt wo der Heiligensee/ Lago Santo 15 min entfernt ist, beim nächsten dann 30 min und kurz drauf nur noch 5 min. Vor mir waren schon andere die das bemerkt haben und auf dem Schild Fragezeichen malten. Der Weg hatte aber mehr Höhenmeter als angegeben. Trotzdem war es bis zum Abstieg und ein paar Stellen ein guter Weg, Schotterstrasse eben. Mein 1. Zwischenstop war Rifugio Potzmauer, dort war ich schon nach 1 Stunde angekommen, obwohl es laut Buch um die 2 Stunden sein sollte. Gut, dann schaffe ich den Supermarkt. Das war immer im Hintergrund. Die oder der Knödel gestern Abend gab mir keine Energie und hat die Beine nicht stark genug gemacht. Dazu fand ich den Preis übertrieben, 15€ für 3 Knödel und 1 Spezi nicht normal. Mein Corny Riegel musste erstmal reichen und mich über Wasser halten. Nach der Rifugio Potzmauer, eine Range denke ich, die extrem schön war und viel für Kinder zum spielen hatte, ging es dann weiter zum Heiligensee/ Lago Santo. Als ob diese 2 Stunden bis dahin kein Ende nehmen wollten. Es ging viel im Wald entlang und auch am Berg, mit wunderschönen Aussichten. Am Heiligensee habe ich kurz Rast gemacht und den Moment genossen. Angler waren dort und haben sicher ihr Mittag gim See gefangen. Kurz dadrauf ging es an den Abstieg, warum müssen die immer so schwierig sein, steinig und steil. Kurz vor Cembra, war es sehr komisch, der Weg gabelte sich und an beiden Stellen stand E5 angeschrieben. Habe mich für den oberen entschieden und kam in Cembra raus und plötzlich seh ich keine Beschilderung mehr. Naja, was ich gesehen hatte war der kleine Supermarkt. Also ab hin da. Es gab Brötchen, Wurst, Käse, Joghurt und Schoki. Alles was ich grad brauchte. Nur es gab kein Mülleimer weit und breit. Hab den Müll dann mit mir rumgetragen und wollte es an einer öffentlichen Müllstelle entsorgen. Das muss man allerdings bezahlen. Kann schwierig werden den Müll zu entsorgen. Mittragen, nein danke. Jetzt spricht auch kaum noch einer deutsch, an Südtirol bin ich definitiv vorbei. Von Cembra bin ich an der Strasse nach Faver, hatten einen Bürgersteig dort. Faver war auch ein kleines Dorf, mit vielen Gassen sowie in Cembra schon. Die Strassen sind eng, aber es hat Platz für Mensch und Autos. Jemand sagte mir, ich muss auf rote Wegweiser achten. Bin noch an einem Bauernhof vorbei, mit einem süssen Schwein was ganz entzückend den Schwanz wedelte. Bin an Weinbergplantasjen vorbei und es ging bergab. Die Schilder wurden seltener und Markierungen auch. Bin abgestiegen um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Sehr schön, draussen wurde es immer heisser. Die Sonne kam etwas später raus, aber als sie dann richtig schien war es extrem heiss. Langsam ging mit mir bergauf, an jeden Brunnen hab ich was getrunken und immer wieder Wasser aufgefüllt. Es ging durch ein Dorf und und immer weiter bergauf. Die Schattenstellen hab ich immer wueder genutzt um etwas besser Luft zu bekommen. Die Luft stand ansonsten und auf einer Strasse fühlt es sich manchmal noch heisser an. Von oben konnte ich zu den Piramidi Segonzano runter schauen. Das war beeindruckend. Bin zum durch ein weiteres Dorf gekommen, der Wegweiser stand hinter der Kapelle aus meinem Blickwinkel nicht zu sehen. Deswegen bin ich kurz mal falsch gewesen bevor es richtig lang ging. In dem nächsten Ort Centrale gab es noch eine längere Pause. Hab mir versucht auszumalen wie weit ich es noch schaffe, was nicht mehr soweit wird und bis zu dem eigentlichen Ziel Palai auf keinen Fall. Habe dann beschlossen, heute muss ich dann mal Wildcampen ausprobieren. Nach 30 min kam ich allerdings nach Regnana und sehe einen Brunnen, bei jemanden Wiese im Garten und habe einfach an der Tür geklingelt. Der/ die Besitzerin war aber nicht zu Hause. Hatte trotzdem Glück, weil die Nachbarn kamen. Irgendwie konnten wir uns verständigen, dass ich E5 Wanderin bin und gerne nur im Garten campen möchte. Sie ruften Luka an, er wohnte gegenüber. Er meinte ich könne auch bei ihm campen. Er rief allerdings noch seine Freunde an und ich bekam das Angebot für eine 2 Raumwohnung für mich allein. Es war nicht beheizt und Dusche funktionierte nicht. Kann mich desto trotz in meinem Schlafsack auf einem Bett einkuscheln. Manchmal muss man sich nur trauen und um etwas kleines bitten. Alle hatten mir auch noch Essen Angeboten, was ich dankend ablehnte. Es gab kurz vorher schon ein gutes Abendbrot mit Brötchen, Käse und Salami. Am Abend, wo ich mir meine Leistung heute anschaute wusste ich auch warum nicht noch mehr geht. Es war einfach genug- 35 km und 2500 HM.

Dadurch, dass ich viel durch Gassen ging und viele Menschen sah, die sicher nicht viel haben. Sie grüssten, waren freundlich und kamen auf ein zu. Denke ich mir, über was meckern wir so oft. Könnten wir nicht einfach mal zufrieden sein mit dem was wir haben. Grad hab ich nicht viel, aber bin sehr glücklich und zufrieden.

Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 35.4 km, Total Distanz: 487km, Höhenmeter: 2585m, Total Höhenmeter: 30359 m, Abstieg: 2606 m, Total Abstieg: 29393 m, Wanderdauer: 11.5 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 22 Deutschnofen – Gfrill

E5- Tag 22 Deutschnofen – Gfrill

Ich kann mit guten Gewissen sagen, dass ich ausgeschlafen habe. Kurz vor halb sieben bin ich raus aus dem schönen Bett, nochmals geduscht und zum schnellen Frühstück gab es ein Brötchen. Hätte schon früher aufstehen können, wach war ich immer mal. Wollte mir allerdings noch Proviant holen und zur Apotheke. Im Konsum hat mich der Mann vom Samstag wieder erkannt und wir haben kurz geplaudert. Er wollte wissen wo ich war. Habe mich bei ihm für den Tip bedankt. Nach 19m meines Tages gab es schon den 1. Stop, die Apotheke kam schon. Habe mir Magnesium geholt. Dann ging es wirklich los. Es ging viel auf einem Schotterweg entlang. Dann mal bergab, wo es etwas mehr Geröll war und dann wieder Schotterstrasse. An einem Schild stand dran bis Maria Weissenstein noch 20min, mir kam es so vor als ob die 20min nicht zu Ende gehen wollten. Es ging langsam bergauf und immer weiter und weiter. Irgendwann sah ich die Spitze vom Kloster und endlich das muss es doch sein. Es war es auch, das Kloster Maria Weissenstein. Am Kloster muss eine Veranstaltung gewesen sein. Es war ein Zelt aufgestellt und ein Holz Papst war dort. Der Weg weg vom Kloster war wieder relativ einfach, weiterhin viel Schotterweg. Wenn es bergab ging, war es geröllig, aber erstmal nicht viel. Aber man muss aufpassen, durch den Regen der letzten Tage ist es glitschiger geworden. Manchmal rutscht man etwas, aber nichts schlimmes. Kam nach einer Weile dichter zur Bletterbachtschlucht, mir kamen hunderte Menschen mit Helm entgegen. Bin dort zum Besucherzentrum, habe mir auch meinen Helm und Anweisung abgeholt. Die Schlucht war gesperrt, alle wurden oben rum geschickt. Melli bekommt Karte in die Hand und Erklärung. Das Zutritt verboten Schild ignorieren. Runter laufen und dann kommt ein Wasserfall, dort bitte vorsichtig sein. Das bin ich und wenn nicht komm ich zurück. Gehe da entlang, kommt ein Wasserfall und denke, dass kleine Ding kann es nun wirklich nicht sein. Es ging noch viel steiler runter und dann kam ein etwas grösserer. Gut den schaffe ich mit einem Schritt oder 1 Schuh wird nass, aber so gross war er grad nicht. Hab es mit 1 Schritt rüber und trockenen Schuhen geschafft. Auf der anderen Seite ging es teils Treppenstufen hoch. Und dann einen schmalen Pfad entlang, wo es steinig war. Das gefährliche ist hier wenn von oben wirklich ein Stein runter kommt. Mit kleinen Kindern würde ich da nicht lang gehen. Hab dann noch 4 andere Menschen getroffen, etwas gestaunt hab ich, sie hielten sich nicht an die Anweisung. Auf der anderen Seite kam ich irgendwann nach Raiden und konnte dort den Helm wieder abgeben. Das witzige war es war 1 Gebäude in Raiden, wo Feuerwehr, Schule, Arztpraxis, Bibliothek und GeoMuseum in einem Gebäude war. Man musste nur um das Gebäude gehen und zur richtigen Türe rein. Ich durfte kostenlos durch die Schlucht. Sonst kostet es 6€ und mit Führung 13€, gut etwas gespart. Manchmal soll es auch ein Vorteil sein zu wandern. Dort hab ich erstmal Pause gemacht, ich lag ja gut in der Zeit. Habe noch kurz nach den weiteren Weg gefragt und die Dame im Museum sagte ich solle mich auf der 9 jetzt halten. Halte mich nicht nur nach dem E5, sondern habe die Zahlen 1,2,4,8 und jetzt noch 9 alles schon durch. Sowie Farben weiss, rot, blau und neon grün.

Weiter ging der Weg nach Kaltenbrunnen. Zwischendurch kam Unterraiden und dort musste ich kurz auf der Strasse laufen und dachte mir, dass meinen die nicht ernst. Doch das meinten sie. Habe mich ein paar mal an die Wand gedrückt, so das ich nicht angefahren werde. Kam dann nach Kaltenbrunnen und ich war so zufrieden mit meiner Zeit heute. Mein Tagesziel ist trotzdem noch ein Stück entfernt und bald geht es wieder bergauf. In Kaltenbrunnen war eine Tankstelle, die habe ich gesehen. Bin natürlich nicht hin, weil ein kleiner Supermarkt noch auf dem Weg liegt und ich mir dort frische Brötchen und noch etwas zu Essen holen wollte. Eine kleine Sache habe ich nicht beachtet, dass ich in Italien bin und die meisten über der Mittagszeit zu haben. Bis zum aufmachen wollte ich nicht warten, bin in ein Café, sie hatten aber nur Kuchen für mich, gut besser als gar nichts. Habe nur noch 2 Snickers und ein Country Riegel. Ging dann wieder hoch, zur Horn Alm und 600 Höhenmeter standen mir bevor. Die Beine sind fit, manchmal zu schnell so dass ich völlig ausser Atem bin. Mehr als sonst hehe. Der Anstieg ging auch dieses mal erst auf einer Schotter Strasse entlang. Dann aber ging es steiniger hoch und mir kam der Anstieg zur Hirzer Hütte in den Sinn. War nicht ganz so schlimm, immer mal wieder steil nach oben, aber dadurch, dass man dieses mal zwischendurch auch auf der Strasse mitlief nicht ganz so schlimm. Ich dachte mir auch „ich hab es letztens geschafft, dann auch dieses mal“! Endlich ging mein Blick auf ein Haus, da ist es. Die letzten Höhenmeter für heute. Hab dann nur nach Wasser gefragt, was ich bekam und weiter ging es schon. Wollte mich nicht weiter aufhalten. Nur noch ans Ziel. Ziel war dann Gfrill. Hatte erst überlegt noch etwas weiter zu gehen, aber dort wusste ich, ich kann nach einer sehr billigen Übernachtung fragen und dann lieber morgen früh wieder durch starten. Der Entschluss war gemacht, das nicht so schöne war dass es bergab nun über viel Geröll ging. Fast den ganzen Tag nur auf super Wegen unterwegs gewesen und jetzt so etwas. Naja aber ich kam nach Gfrill. Ein paar Häuser stehen hier nur und ich hab den Fichtnerhof gleich im Blick gehabt. Nach einer Übernachtung gefragt und es wird heute in der Scheune sein. Ich brauche nichts bezahlen. Wollte dann etwas essen, da ich nichts mehr habe ausser 2 Riegel jetzt. Zwischendurch muss ich mir etwas gönnen. Es gab Knödel, 1 hab ich gegessen die anderen waren nicht so meins, leider. Hätte mir das dann doch sparen können oder Spaghetti wie die Kinder nehmen sollen. Kam erst im nach hinein raus dass es auch Spaghetti gibt. Aber er sagte zu mir, was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Hab nur versucht nett zu lächeln und genickt. Der Schinkenknödel war der Hammer.

Habe mal nachgefragt wieviel E5 Wanderer hier noch vorbei kommen. Ich bin wohl die einzige seid langer Zeit.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 35.6 km, Total Distanz: 451.1 km, Höhenmeter: 2476 m, Total Höhenmeter: 27774 m, Abstieg: 2508 m, Total Abstieg: 26787 m, Wanderdauer: 10 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 21 ein ganz spontaner Pausentag

E5- Tag 21 ein ganz spontaner Pausentag

Gestern Abend bin ich kurz vor 20 Uhr ins Bett gekrochen und habe mich eingekuschelt. Mir war schrecklich kalt und die Augen sind gleich zugefallen. Bin erst heute morgen aufgewacht und wollte am liebsten noch weiter schlafen. Habe etwas hin und her überlegt. Habe die Wirtin gefragt ob ich noch 1 Nacht bleiben könne und sie sagte ja klar. Sie sagte auch sie habe mal an der Tür gelauscht, weil sie kein Ton von mir hörte und ich nur: „Ich habe geschlafen einfach nur geschlafen“. Sie hat mir auch ein Preiswertes Restaurant empfohlen wo ich essen gehen könne am Abend. Danach bin ich wieder ins Bett und wollte kurz nur schlafen, aber das waren gleich wieder Stunden. Ich hatte den Schlaf nötig. Meine Waden schmerzten heute, kein richtiger Schmerz in dem Sinne, aber sie wollten keine Belastung heute haben.

Habe mir jetzt noch die täglichen Etappen rausgeschrieben und hoffe das ich in einem Schwung durchkomme und dass das Wetter sich hält. Muss nicht heiss sein, reicht schon wenn es nicht regnet.

Abends hab ich mich getraut und bin rausgegangen zum Italiener halt. Das war aber auch alles, was ich heute geschafft habe ausserhalb des Zimmers. Auf dem Weg dorthin hab ich die Berge gesehen. So wunderschön, sie waren leicht mit Schnee bedeckt. Super schön sah es aus.

E5- Tag 20 Bozen – Deutschnofen

E5- Tag 20 Bozen – Deutschnofen

Der Wecker klingelte um 05:15 Uhr, klar war ich müde. Hab erst spät schlafen können, obwohl ich mega müde war. In der Stadt war ein Konzert und ich war irgendwann aufgeregt, dass ich evtl verschlafe. Aber es ging gut ich kam aus dem Bett. Hab nochmals die heisse Dusche und Haarwäsche genossen. Bin zu meinem Bus, der mich nach Verona bringen sollte um dann mit dem FlixBus zurück nach Bozen zu gelangen. Gut in Verona stand ich um einiges länger und ich kam dadurch um einiges später in Bozen an. Um 10 Uhr bin ich dann los und habe den Weg nicht ganz heute vom Bahnhof gefunden, wozu gibt es google maps? Dann war ich auf dem richtigen Weg. An mir vorbei kam ein Bus und viele waren dort mit Rucksack, sind aber alle mit der Bahn hoch. Ich fing an zu laufen. Es war zwar bewölkt und nicht ganz so heiss, aber ich habe geschwitzt und es lief an mir runter. Bin dann von der Strasse abgebogen. Zum einem um die Hitze von der Strasse zu umgehen und zum anderen einige sind an mir vorbei geschossen. Reicht schon 1 Auto, dass mir etwas passiert. Komme da an einem Gasthof vorbei, kommt ein Hund auf mich zu gelaufen. Klar er möchte sein Revier verteidigen. Hab meine Stöcker quer vor mir gehalten und die Besitzerin kam. Sie sagte er hat schon ein paar mal was auf die Nase bekommen von Wanderen und reagiert auch auf die. Kein Problem, will ihm nichts tun, aber er soll mich auch nicht beissen. Bin den Anstieg hoch und kam in ein Wald. Gott war das steil. Im Wald hab ich mich sehr verloren gefühlt und als ob ich mich verlaufe. Es war kaum ein Schild zu sehen, irgendwann mal eins. War sehr unangenehm, aber zurück- nö erstmal nicht. Dafür war es mir zu steil. Kam an etwas ähnliches wie eine Weggabelung und wusste nicht genau wohin. Bin weiter hoch gestiegen. Oft war es kein Weg, sondern nur wo im Frühling/ Sommer das Wasser vom Schnee abfliesst. Kam aber auf einen Weg an und der war nicht schlecht nur sah es nicht so aus als ob der oft benutzt wird. Meine Motivation für heute sinkte immer mehr. Ich glaube ich bin auf den steilen Weg gekommen, der im Buch beschrieben ist, dass man ihn lieber meiden sollte. Obwohl sie schreiben auch hier sind viel Läufer unterwegs, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass hier irgendwer in der letzten Zeit war. Nach einer Weile hörte ich wieder die Strasse und musste ein Weg dorthin finden. Das hab ich auch. Bin dann wieder der Strasse entlang. Und kurz drauf hatte ich meine 400km zusammen. Natürlich gab es etwas kreatives dazu. Es hatte sich sehr zugezogen in der Zeit. Es war noch warm, aber nur noch Wolken in Sicht. Oben an der Seilbahn angekommen musste ich mich natürlich kurz setzen. Langsam ahnte es mir, es wird kein langer Tag. Konnte mir mein Wasser auffüllen bei einem privat Haus und lief weiter. Der Weg war leicht, es war ein Touristenweg dort. Von oben hat man einen tollen Blick auf Bozen. Der Weg hielt sich sehr lang heute, eigentlich über den Tag her gesehen ein einfacher Weg. Ausgenommen mein Stück im Wald, auch Teerstrasse kann anstrengend sein, wenn es heiss ist und an einen alles runter tropft was geht. Ich hörte im Hintergrund ein Gewitter über mir waren die Wolken alle zusammen gezogen, es fing stellenweise zu tröpfeln an. War auch viel im Wald und hab nicht alles mitbekommen. Von den Wegweisern kam ich dann doch gut voran. Hab versucht kaum noch stehen zu bleiben. Hab die Augen offen gehalten um mir einen Unterschlupf zu suchen im Fall der Fälle. Als es noch mehr regnete kam ich grad an einer Alm vorbei, hab dort kurz gewartet, natürlich gab es auch eine Apfelsaftschorle. Bin dann gleich weiter Richtung Deutschnofen, ein kleiner Ort mit Übernachtungsmöglichkeit, war nicht mein Ziel für heute. Aber Pläne ändern sich vorallem wenn das Wetter immer bescheidener wird und ich wurde extrem müde. Bin in einen Konsum und fragte ob er mir etwas billiges empfehlen kann. Solle doch bei Pensionen weiter oben in der Strasse nachfragen. Für Abendbrot und morgen hab ich mir noch Verpflegung geholt und bin losgetackelt tur Pension. Eine Frau machte auf und sie war echt bestürtzt, dass sie mir nichts anbieten konnte. Aber ich solle nebenan fragen. Dann bin ich dahin. Hab nach gefragt und wieviel es kostet na 40€ mit Frühstück. Sie hat aber meine Brötchentüte gesehen und sagte 25€ ohne Frühstück. Haben uns etwas unterhalten und sie war erstaunt, dass ein Mädchen allein auftaucht. Im Enddefekt hab ich nur 20€ zahlen müssen und wenn ich morgen um 8 Uhr noch da bin, kann ich einfach zum Frühstück kommen. Nach gratis WiFi hab ich nicht mehr gefragt, aber das passt auch so. Hab ein tolles Zimmer mit Balkon. Wirklich tolle freundlich und hilfsbereite Menschen sind es in Südtirol und auch viele Italienier.

Hatte heute sehr gestaunt wie meine Motivation dahin flog. Angefangen bei dem Anstieg, den keiner macht. Und plötzlich ganz allein, habe ein paar Menschen draussen gesehen, aber mehr als Hallo ist da nicht. Denke und hoffe wenn ich geschlafen habe kommt die Motivation auch zurück. Ist wie immer das Mittelstück. Und das Wetter drückt auch. Morgen wird es nochmals schlecht, aber ich werde sicher etwas voran kommen.

Jetzt wo ich schreibe liege ich schon im Bett nach einer Dusche. Habe gegessen und möchte mich dann nur noch einkuscheln. Beim schreiben ist mir aber auch aufgefallen, dass ich wieder gut an Höhe heute gewonnen hatte, was aber in meinem Beinen gar nicht so zu spüren war. Der Pausentag gestern tat gut und heute ein schonender Tag wird auch nicht schlecht sein.

L

iebe Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 23.9 km, Total Distanz: 416 km, Höhenmeter: 2199 m, Total Höhenmeter: 25298m, Abstieg: 1108 m, Total Abstieg: 24279 m, Wanderdauer: 6,5 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 19 – Pausentag

E5- Tag 19 – Pausentag

Heute ist Pausentag. Wollte ausschlafen, nur leider hab ich erst spät schlafen können und heute bin ich früh aufgewacht. Wollte bis um 8Uhr schlafen.

Lag für die meiste Zeit auf dem Bett und habe nicht soviel gemacht. Mir das Frühstück vom Hotel schmecken lassen. Meinen Blog geschrieben und mit Familie und Freunde Kontakt gehabt. Mehr geht halt nicht nach so langen Tagen wie es war. Hätte auch gerne eine Stadtrundfahrt in Verona gemacht, aber das war von den Kräften her nicht möglich. Abends bin ich zum Italiener. Waren die freundlich und aufmerksam. Und so leckeres Essen, danach war ich super satt. Auf dem Weg zurück zum Hotel hab ich noch an einem Platz angehalten, sie haben Abends ein Fest mit Live Musik. War schön, aber ich wollte trotzdem wieder zurück zum Hotel. Habe noch geschaut wo die Bushaltestelle ist um morgen früh nicht suchen zu müssen. So wie die deutschen halt sind. 😉

Noch mit richtigen Steinofen für die Pizzen.
War so hungrig und musste erstmal abbeissen.
Es war mega lecker.

Lieben Gruss Melli 🌸