Browsed by
Kategorie: Uncategorized

E5- Tag 18 Langfenn – Bozen

E5- Tag 18 Langfenn – Bozen

Was war das für ein tolles Gefühl im Bett zu schlafen mit Bettdecke ohne in den Hüttenschlafsack krauchen zu müssen. Es gab auch ein tolles Frühstück mit heisser Milch. Die Inhaber geben sich grosse Mühe auf alle Wünsche einzugehen und sind super freundlich.

Langsam war ich heute morgen und bin dann gestartet. Der Tag ist nicht so lang, bis nach Jenesien und dann anstelle mit der Bahn zu fahren, werde ich den Berg runter laufen. Der Weg ist einfach. Es sind sonst viele Touristen hier unterwegs und laufen immer mal. Kurz vor Jenesien war ich mir unsicjer wo der Weg zum Abstieg beginnt. Habe dann einfach eine Frau angesprochen und sie meinte kurz vor der Seilbahn und es ist gut angeschrieben. Bin also den Wanderweg 2 nach Bozen gefolgt. Ging gut steil runter, bin auch 1x ausgerutscht, aber sass nicht auf dem Popo. Eine Bank lud zur Pause ein, bei einer alten Burg, war sehr schön. Hinter mir stand öffentlich ein Pflaumenbaum, da hab ich mir doch gern für den Abend welche abgepflückt. Kam an unzähligen Weintrauben Plantagen vorbei. Hätte gerne eine Staude mitgenommen. Aber ist ja nicht meins. Habe aber mal welche probiert, waren sehr reif und haben sicher auf ihre Verarbeitung schon gewartet. Unten in Bozen angekommen war ich froh, jetzt erstmal meine Pause zu geniessen. Die letzten Tage waren lang, wunderschön aber auch sehr anstrengend. Auf den Weg nach Bozen hab ich mir ein Hotel gebucht, dachte auch es wäre in Bozen. Falsch gedacht es war in der Nähe von Verona. Habe mich in den nächsten Zug gesetzt und bin los. Ging schnell bis nach Verona und von dort aus nochmals mit der Bahn nach Dossobuono. War erstmal nicht begeistert, aber mir das entgehen zu lassen wollte ich nicht. Nächstes mal nochmal auf die Karte vorm buchen gehen und schauen wo es liegt. Dort angekommen war ich glücklich mein Zimmer zu haben. Gegenüber war ein Waschsalong wo ich endlich mal wieder gut Wäsche waschen konnte und ein paar hundert Meter weiter war ein Supermarkt. Zum Abend gab es nicht soviel nur Nüsse und die Pflaumen, hatte keinen hunger weiter durch die Anstrengung der letzten Tage und der Hitze heute.

Liebe Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 15,9 km, Total Distanz: 392,1 km, Höhenmeter: 155 m, Total Höhenmeter: 23099 m, Abstieg: 1405 m, Total Abstieg: 23171 m, Wanderdauer: 4,5 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 17 Hirzer Hütte – Langfenn

E5- Tag 17 Hirzer Hütte – Langfenn

Man oh man hat das heute Nacht draussen ein Gewitter gegeben. War so froh in der Hütte gewesen zu sein. Heute morgen, im Bett, war mir kalt, bin deswegen aufgewacht, es war noch relativ „dunkel“, schaute trotzdem auf die Uhr und es war schon kurz vor halb sieben. Also gut, raus aus dem Bett, frisch machen und wieder rein in die stinkigen Sachen. Runter zum Frühstück und es war ein tolles Frühstücksbuffett im Vergleich zur Braunschweiger Hütte. Für die letzten 500 Höhenmeter hab ich mir ein grosses Frühstück gegönnt. Klaus und ich haben dann zusammen gesessen und es uns schmecken lassen. Danach trennten sich auch unsere Wege, er ist mit der Seilbahn runter und ich musste hoch Richtung Hirzer. 3 Männer waren vor mir, einer von Ihnen hatte ein Tempo drauf. Gut die Kraft habe ich nicht mehr. Bin schön langsam und mir reichten 2km/h. Allerdings war es durch ihm gut zu sehen wo der Weg lang geht. An der Wand hoch waren Stahlseile was den Anstieg für mich erleichterte. Und schon bald danach war ich oben angekommen, konnte es kaum glauben. Ging schneller als gedacht nur 1,5 Std hab ich gebraucht zur Oberen Scharte. Erst hab ich überlegt ob ich noch den Gipfel erklimmen möchte, aber habe mich dann dagegen entschieden. Der Körper ist müde und ich wollte heute noch weiter als die Meraner Hütte kommen. Hab mich an den Abstieg gemacht. Es war sehr steil, musste mich umdrehen und Rückwärts laufen für ein paar Meter und dann ging es besser, auch wenn es noch steil war für eine Weile. Nach einer Weile drehte ich mich um und habe eine Wolke beim Hirzer gesehen und war froh nicht hoch gegangen zu sein. Sonst hätte ich da oben vielleicht ziemlich viel Zeit verloren. Der Weg, nach dem Abstieg ging wieder direkt am Berg entlang, das ist schön aber zieht sich etwas. Ab und an ging es wieder mal hoch und wieder runter. Auf einmal waren super viele Tageswanderer unterwegs und ich überlegte wo die her kamen. Antwort kam bald darauf, ich war nicht weit entfernt von der Meraner Hütte und dort geht eine Seilbahn hoch und runter. Super viele Menschen waren unterwegs und keiner sagt Hallo. Vor der Meraner Hütte hab ich Mittagspause gemacht. Es waren ein paar mehr Wolken am Himmel, aber der Regen kam nicht. Bin dann weiter, weil es noch früh am Tag war. Wenn ich es weiter schaffe, dann ist der morgige Tag nicht mehr so lang und nach ddm Pausentag sehne ich mich sehr. Mein Ziel war also Möltner Kaser erstmal ging es nochmals hoch zu der Kreuzjoch Plattform. Dort waren Kühe, diese waren sehr beschäftigt. Ich hab versucht mich vorbei zu schleichen, was natürlich nicht ging. Aber in der intimen Situation wollte ich nicht stören. Heute konnte ich nicht so weit schauen, da es düsig in der Luft ist. Konnte die Dolormiten nur etwas erkennen. Schade, aber manchmal ist das so. Werde sie sicher ein anderes mal sehen. An der Möltner Kaser angekommen hab ich nach einem Matratzenlager gefragt, nur dort kann man nur Einkehren nicht Übernachten. Okay so spät war es nicht also weiter nach Langfenn, der Weg war nicht schwer. Es spart auch Kilometer für den morgigen Tag. Es ging im Wald entlang und über Wiesen, wirklich sehr schön. Kam dichter nach Langfenn und dann hab ich das Haus gesehen. So schön, frage nach einer Übernachtung und sie sagt mir, es ist noch etwas frei, müsse mir das Zimmer aber teilen. Das ist doch okay. Es waren noch 4 andere hier, sie waren auch in der Hirzer Hütte. War überrascht, dass doch noch einige unterwegs sind, sie gehen bis Bozen. Eine Weile nach mir kamen noch 2 Wanderer auch von der Hirzer Hütte und laufen noch bis Bozen. Sie hat der Regen erwischt und auch Hagel kam runter. Habe mit allen 6 etwas gepläuscht, alle sehr nett und freundlich. Sass aber eher für mich alleine. Versuchte mir eine Unterkunft für Bozen zu suchen, allerdings hat die Jugendherberge keinen Platz mehr. Mmh, aber mal etwas ruhiges brauch ich um Kraft und Energie zu tanken. Das war mal wieder einen ganzen Tag alleine zu wandern. Achte sehr auf Wegweiser und schaute mich auch mehrmals um. Auch wenn es sicher ist, aber man möchte wissen was hinter einem ist.

Es war trotzdem wunderschön da oben.

Oben angekommen auf der oberen Scharte.
Ein See.
Der Weg

Langfenn

Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 23,8km, Total Distanz: 376,2 km, Höhenmeter: 1422 m, Total Höhenmeter: 22944 m, Abstieg: 1878 m, Total Abstieg: 21766 m, Wanderdauer: 9,45 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 16 St. Leonhard im Passeier – Hirzer Hütte

E5- Tag 16 St. Leonhard im Passeier – Hirzer Hütte

Der lange Tag und späte Schlaf hat sich bemerkbar gemacht. Ich bin zwar gleich eingeschlafen, aber ich hätte noch Stunden schlafen können. So langsam brauch ich etwas Ruhe. Aber bis Bozen möchte ich es noch durch ziehen. Heute geht es nicht soweit wie gewünscht. Es geht nur bergauf bis zur Hirzer Hütte und ich denke nicht, dass ich mehr schaffen werde. Realistisch muss man es auch sehen. Neben unseren Zelten stand ein Wohnmobil, die beiden waren auch schon wach und wir kamen gleich gut ins Gespräch. Sie haben uns Frühstück angeboten. Torte gab es auch und zwar eine besondere, eine Hochzeitstorte. Sie hatten am Samstag erst geheiratet und sind jetzt auf Tour. War mega lieb von Ihnen, es gab sogar noch etwas Proviant mit für den Weg. Die beiden fahren durch ganz Europa mit ihrem Wohnmobil, vielleicht trifft man sich nochmal.

Wir waren dadurch, wie immer zu spät. Sind dann ca 300 m gelaufen um unsere 1. Pause beim Spar zu absolvieren. Aber um halb 10 ging es dann wirklich los. Was für ein schöner Weg so kann es ruhig den ganzen Tag bleiben. Aber nix da, es sollte sich schnell ändern. Das zuspäte loskommen machte sich auch bemerkbar es wurde heute unerträglich heiss und die Luft stand. Es ging über ein Feld, junge junge wird knackig dacht ich mir. Hab im Restaurant nach mehr Wasser gefragt und sie sagten nur, dass war erst der Anfang, dass knackige kommt noch. Gut danke. Es ging dann erstmal zum Glück im Wald entlang, es ging auch eine Strasse rauf, aber wir laufen ja den E5 und bleiben auf dem E5. Schlimm, es war steinig und schwer, einfach nur anstrengend. Aber wieder ein Fuss nach den anderen setzen und es geht voran. Endlich kamen wir Mittags bei der Pfändler Alm an. Auch noch im Zeitplan. Haben überlegt wo der Klaus wohl ist, ich dachte er wäre weit vor uns. Aber, nein, kurz bevor wir los wollten kam das rote T Shirt mit dem Klaus an. So sassen wir noch etwas länger. War schnell auf dem WC, komme raus da stand der Wirt da und hat auf mich gewartet. Ich solle ihm 50 Cent für die WC Benutzung geben. Gut, kein Problem, aber dann schreib doch ein Zettel und kleb ihn ran und warte nicht so penetrant. Wir sind weiter, ein anderer sagte zu mir es wird nachher nicht mehr so steil sein und der Weg wird besser. Schauen wir mal. Wir sind also los und es wurde nicht besser. Kamen an einem kleinem Häuschen vorbei und ich wusste, es ist jetzt auf jedenfall 1/3 vom Anstieg geschafft. Es kamen uns Leute entgegen und ich fragte aus Spass „ist es noch weit?“, kam ganz trocken „ja“ aus ihrem Mund. Und ich „ihr müsst mich doch motivieren“ dass es noch weit hoch geht wusste ich selbst. Im Schneckentempo kam ich auch oben an. Weit entfernt konnte man die Seilbahn sehen und von da an ging es wieder am Berg entlang. Der Weg war zu sehen, nur man weiss nie wie weit der Weg noch ist. Man weiss nicht was hinter einer Kurve kommt. Wir liefen dort los und eine Weile später war der Klaus auch oben. Gut er ist nicht weit hinter uns. Kurz vorm Ziel der Hirzer Hütte kam noch die Mahdalm, dort gab es etwas zu trinken. Bernd lud mich auf eine Spezi ein. Er fährt von der Hirzer Hütte mit der Seilbahn runter und fährt morgen Heim. Ja wird schon komisch ohne den Weggefährten. Manchmal hatten wir stundenlang uns nichts zu erzählen, sind neben einander oder hintereinander her gedackelt und oft haben wir viel erzählt und viel gelacht. In der Mahdalm kam auch der Klaus zu uns. Er musste auch nur lachen, weil ich ihm natürlich Hoffnungen machte, dass der Weg besser wird. Er fragte sich auch nur wann?! Oh Mann nach hinten hinaus und mit dem müden Körper war das mehr als eine Wucht heute. Bei der Hirzer Hütte angekommen, hab ich nach einem Platz im Matratzenlager gefragt. Sie fragte ob ich reserviert hätte. Äh nein, aber es wäre noch Platz sagt sie. Im Enddefekt hatten Klaus und ich das ganze Zimmer für uns allein. Jippi. Haben uns von Bernd verabschiedet, er ging gleich weiter zur Seilbahn. Es gab eine warme Dusche und abends gab es Spaghetti mit Bolognese und zum Nachtisch einen Kaiserschmarn, der wurde mit Klaus geteilt. Ich finde, ich hatte das verdient. Für mich war der Abend aber früh beendet. Ich bin gegen 8 ins Bett gekrochen, ich konnte einfach nicht mehr und habe Schlafnachholbedarf.

Beim Frühstück
Das nette Ehepaar, was uns Frühstück und Torte gab. 😊
Die Aussichten waren überragend.
Nur der Weg steinig und schwer.

Die Hirzer Hütte.

Hinter mir ist der Hirzer. Er ist der höchste Berg der Sarntaler Alpen.

Lieben Grüss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 16,3 km, Total Distanz: 352,4 km, Höhenmeter: 2241 m, Total Höhenmeter: 21522 m, Abstieg: 948 m, Total Abstieg: 19888 m, Wanderdauer: 8 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 15 Zwieselstein – St. Leonhard im Passeier

E5- Tag 15 Zwieselstein – St. Leonhard im Passeier

Irgenwie wurde morgens doch etwas länger geschlafen. Da andere spät ins .Zimmer kamen u dann die Nacht zu kurz war. So ist es manchmal im Matratzenlager, andere haben noch mehr Energie. Abe ds hat es ganz schön geregnet, war froh dass es nicht auf einen Campingplatz ging.

Meine Wäsche, die Unterwäsche, war noch nass von der Handwäsche. Super Gefühl dort reinzukrauchen, aber es wird eh gleich nass vom Schweiss, also was soll’s.

Wir liefen los, oh mein Gott die ersten hunderte Meter hatten es steil in sich, danach wurde es etwas flacher und es ging im Wald entlang, aber trotzdem immer bergauf. Habe geräzelt welcher Berg es sein würde, wo ist die 5. Landesgrenze. Haben eine Kuh auf dem Weg getroffen, so süss, sie ist kurz hinterher gelaufen. War total entzückt von ihr. An der Strasse, haben wir Pause gemacht. Und der Klaus kam von hinten, er ist immer gut unterwegs wenn es bergauf geht. Die letzten Höhenmeter standen an. Jetzt war der Weg auch super zu erkennen.

Auf dem Weg haben wir noch Engel getroffen, die diesen Weg in stand halten und mit ihnen etwas erzählt. Haben uns bedankt, dass sie die Arbeit ausführen. Es ging noch ein Stück und dann war es soweit, die nächste Landesgrenze lag vor uns. Italien here I come. Die Grenze war toll, mit 2 grossen Stühlen und der Grenzstein in der Mitte.

Im Cafe haben wir noch etwas verweilt. Sind dann noch zu dem Timmelsjoch Schild und haben unseren Abstieg begonnen. Wie es zu erwarten war ging es anfangs wieder steil runter. Die Knie merken es immer wieder mal. Kamen an dem alten Zollhaus vorbei. Es war sehr zerfallen, reingehen würde ich nicht mehr, aber es stand noch. Dann kam ein wunderschöner Weg mit tollen Aussichten die man geniessen konnte.

Bernd und ich wollten heute noch weiter kommen als Moos sind dadurch etwas schneller gelaufen. In Moos war bei mir allerdings die Puste aus. Wir sind kurz in Spar haben etwas Essen geholt und in der Bushaltestelle im Schatten Pause gemacht und gegessen. Habe mir ein Brötchen gekauft. Es wurde frisch zu bereitet. Ohne Butter, also wollte Salami Käse drauf haben. Es war ewig viel Salami und 1 Scheibe Käse drauf. Dazu wurde alles einzeln abkassiert. Naja schmeckte nach zuviel Salami halt.

Gestärkt und auch neu motiviert ging es weiter. Auf zu den nächsten 300 Höhenmeter, erstmal mussten wir aus Moos raus finden. Musste an der Hauptstrasse entlang, durch einen kleinen Tunnel, wo aber kein Gehweg war, und dann die Treppen hinauf.

Wir haben so schnell an Höhe gewonnen. Über uns haben sich Wolken zusammen gezogen und es tröpfelte leicht. Eine alte Scheune kam und wir, eher Melli, haben beschlossen dort uns kurz unterzu stellen und zu schauen was passiert. Aus kurz wurde ca 1 Stunde, da es auf einmal richtig stark regnete. Als es aufhörte ging es weiter. Der nächste Zwischenort war noch höher gelegen. Nach dem Tag waren 300 Höhenmeter recht viel und kurz dachze man ob es mal ein Ende nimmt. Den Rest hoch ging es auf einer Strasse entlang und dann kam der Wegweiser wo es runter ging. An dem Wegweiser stand noch 1:10 Stunde drauf. Wir gingen weiter und trafen auf einen Einheimischen er meinte 1 +/- Stunde und grinste etwas. Okay wird 1 Stunde und + sein. Beim nächsten Schild stand auch plötzlich noch 1:20 Stunde dran. Aha gut wir laufen und laufen und es wird mehr an Zeit angegeben, dass kann noch eine Weile dauern bis wir im Tal ankommen. Zwischendurch hab ich schnell beim Zeltplatz angerufen und fragte ob sie noch Platz haben für uns und das hatten sie. Schon mal Gute Nachrichten. Nur ich konnte nicht sagen wann wir da wären. Das war auch kein Problem, sie sind noch eine Weile dort. Auf einmal ging es nochmals eine Seitenstrasse oder Traktorstrasse steil bergab, wirklich steil, sicher 45°, haben überlegt welches Auto hier rauf kommen könnte. Kamen dichter an St. Leonhard und was war das für einer schöner Blick auf diesen Ort.

Angwkommen in St Leonhard, haben wir Leute gefragt wo der Zeltplatz ist sie konnten uns helfen und wir waren froh endlich da zu sein. Es ist ein 4 Sterne Zeltplatz aber haben nur ca 16€ fürs campen gezahlt. Sehr freundliche Menschen. Hatten noch kurz gesessen, etwas getrunken und mussten dann die Treppen runter. Konnte mir das lachen nicht verkneifen, bei Bernd ging gar nichts mehr. Wir konnten zum Glück die Zelte ganz unten aufstellen, der Campingplatzt hat Etagen, so hatten wir es nicht weit zu der Dusche und WC und brauchten keine weiteren Treppenstufen mehr laufen.

Schnell wurde das Zelt aufgebaut, geduscht und es gab endlich was zu essen. Ich konnte auch nicht mehr, war fix u fertig und mir war schon leicht düselig. Ob lange oder kurze Tage, sie sind gleich anstrengend.

Die 6 Köpfige Familie

Kleine Kuh.

Engel auf dem Weg

Nochmal die Engel.
5. Lamdesgrenze erreicht.
Der kleine Mann, der Franzel, auch.

Das alte Zollhaus.

Durch den Tunnel mussten wir in Moos.

Nach dem Tunnel, kommt gleich die Treppe.
Es regnet etwas…
…aber wir werden nicht nass.

Über St. Leonhard im Passeier. Hier hatte die deutsche Fussballnationalmannschaft trainiert und sind danach Weltmeister geworden.

Unser Platz für die Nacht.

Liebe Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 34,2 km, Total Distanz: 336,1 km, Höhenmeter: 2982 m, Total Höhenmeter: 19281 m, Abstieg: 3739 m, Total Abstieg: 18940 m, Wanderdauer: 11,5 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 14 Braunschweiger Hütte – Zwieselstein

E5- Tag 14 Braunschweiger Hütte – Zwieselstein

Die Nacht war so wie sie im Matratzenlager ist. Ganz gut, aber richtig gut geschlafen hab ich leider nicht. Es gab oben Frühstück, fand es traurig, Mischbrot, Käse und Aufschnitt und dann 2 Marmeladen. Etwas Müsli. Zuviel erwarten kann man nicht auf Hütten, aber das war sehr wenig. Sind dann gestartet, die meisten waren schon vor uns los, was gut war, den Massenandrang auszuweichen. Es waren noch ca 200 HM bis zum Pitztaler Jöchel, der höchste Punkt auf dem E5 2996 MüM. Mit Bernd und Klaus bin ich zusammen gelaufen. War froh, dass ich den langen Anstieg schon gestern hinter mich gebtacht hatte und es heute ein ruhiger Tag wird. Oben wurde eine längere Pause als geplant gemacht. Ich hab alle fotografiert die dort ankamen und es wollten. Sind dann langsam wieder runter gelaufen, hinter uns war eine Bergschule und sie wollten wir nicht vor uns wissen. Sonst muss man sich hinter ihnen einreihen. Die Bergschule wurde dann mit einem Bus abgeholt. Ja der Weg runter hatte nebenan Strassen, aber manchmal ist das einfach so. Ist nicht immer alles top oder das schönste, aber gehen sollte man es trotzdem bevor man sich äussert. Wir sind zu einer Kapelle, haben dort gesessen und gegessen. Und unsere Kleider abgenommen. Oben war es kalt, aber jetzt kommt die Sonne wieder durch und es wurde warm. Es war kein lang geplanter Tag von der Strecke her, es sollten ca 17 km sein. Die ich trotzdem schnell hinter mir bringen wollte um die Beine hoch zu legen. Sind noch in einer Alm eingezogen und haben dort Pause gemacht mit einer tollen Aussicht. Und wer sitzt im Schatten, alle von der Bergschule. Hier in der Gegend waren viele mit Mountainbikes unterwegs, gerne auch auf den Wanderwegen. Mmh kann gefährlich sein, wenn sie um die Ecke kommen und Geschwindigkeit drauf haben. Haben eine Frau gesehen, sie fing grad an zu fahren und bumbs kippt sie zur Seite und überschlägt sich. Kaum dran gedacht, passierte auch schon so etwas. Bernd hat seine Hilfe angeboten, aber es waren gleich mehrere zur Stelle und sie sagte es ginge ihr gut. Wir sind weiter chillig die letzten Kilometer bis Zwieselstein gelaufen. Kurz vorher hatte ich die 300 km heute voll. Es geht voran.

In Zwieselstein angekommen, kamen wir an eine DAV Talhütte vorbei. Habe die zustädige Frau angerufen und endlich jemanden erreicht. Tagsüber hatte ich es schon probiert und niemanden erreichen können. Es war noch Platz für uns. Super, Unterkunft war dann erledigt. Wir wollten mit dem Bus nach Sölden und haben es auch gemacht. Google zeigte mir an, dass in Sölden ein Spar offen wäre, jetzt nur rausfinden wo dort. Mit Klaus haben wir uns Abends zum Spaghetti Essen verabredet. Alle im Bus wussten wo wir hinfahren wollten. Haben alle gut unterhalten. Spar hatte aber zu, hat nur in der Wintersaison Sonntags auf, alle anderen Läden/ Sportgeschäfte und alles hatten offen. Sind erstmal zum Italiener und für mich gab es einen Döner. Der war lecker mit selbstgemachten Brot. Nebenan war noch eine Tankstelle, wo wir eingekauft haben. Die Tankstelle war gut vorbereitet für die Sonntagseinkäufer und von den Preisen her ging es und abends gab es dann doch noch die Nudeln. Wir haben zusammen gesessen erzählt und es uns gemütlich gemacht. Neben uns war eine Familie, also zu 6. sind sie unterwegs in verschiedenen Altersklassen, der jüngste war 9. Man kann es auch mit Familie durchziehen. Heute gab es nach Tagen eine ewig lange Dusche, dass tat endlich mal wieder richtig gut und Handwäsche für die Sachen. Super sauber sind sie nicht aber mal das Gröbste rausgewaschen.

Bernd, Melli und Klaus

Franzel hat es auch geschafft.

Hier ist eine grosse Skianlage. Gletschertouren gibt es auch. Aber ich ich weiss nicht von welcher Seite man sie anfährt.

Selfietime. Wurde oft probiert, aber es wurde nicht besser. 😉
Das ist der Louis.
Blick ins Tal.

Die Talhütte in Zwieselstein.

Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 18km, Total Distanz: 301,9 km, Höhenmeter: 678 m, Total Höhenmeter: 16299 m, Abstieg: 1966 m, Total Abstieg: 15201 m, Wanderdauer: 7,5 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 13 Wenns – Braunschweiger Hütte

E5- Tag 13 Wenns – Braunschweiger Hütte

Um halb sechs bin ich von allein aufgewacht. Gut wenn der Körper wieder ausgeruht ist. Hab dann langsam meine Sachen zusammengepackt, mich von Bernd verabschiedet und bin zum Bus gelaufen, fer mich zurück nach Wenns bringt. Bernd fährt mit dem Bus zum Mittelberg und geht dann zur Braunschweiger Hütte hoch. Wir haben uns auf der Braunschweiger Hütte verabredet, entweder heute Abend oder er wartet morgen früh etwas. Den Abschnitt von Wenns zum Mittelberg läuft so gut wie keiner. In Wenns, habe ich auf einer Bank gefrühstückt und im Spar Proviant fürs Wochenende geholt. Dann bin ich kurz nach halb acht Uhr los. Immer an der Strasse entlang. Mag ich nicht so, aber muss dann einfach mal sein. Es war nicht soviel Betrieb, dadurch dass es Samstag ist und noch früh am Tage. Stellenweise konnte ich mal kurz an der Seite von der Strasse laufen aber es war selten und immer nur kurze Abschnitte. An einer Bushaltestelle konnte ich mich orientieren, dort war eine Karte vom Pitztal. Gut erstmal bis St Leonhard und dort mache ich dann eine etwas längere Pause. Als ich dort war brauchte ich die auch. Hab heute gelernt, die Schoki nicht in die Sonne zu legen und sie dann erstmal zu vergessen. Kurz nach St. Leonhard kam noch ein kleiner Supermarkt, dort gab es noch 3 Riegel und Skittles für mich. Es kam noch ein Schild, 13 km bis Mittelberg. Super es geht voran. Vorhin auf dem Schild waren es 21km und von Wenns aus 30. Langsam fing es an kein Ende nehmen zu wollen… aber ein Schritt nach dem anderen. War halt typisch für einen Mittelteil, wenn es nur eintönig lang geht an der Strasse. Auf der Strasse war irgendwann eine 6 und ich dachte mir, bald werden es nur noch 5, 4, 3km sein. Kurz vor Mittelberg wurde pausiert und es fing an zu Regnen. Das passt nun nicht in meinem heutigen Plan rein, aber so konnten die Beine sich noch etwas erholen. In Mittelberg angekommen seh ich den Bus, viele stiegen aus. Aber waren nur Gruppen und keiner sagte wirklich „Hallo“ oder hat ein lächeln übrig. Anders hier auf dem Weg. Bin kurz vor 15 Uhr los zum Anstieg von der Hütte, der ging aber nicht lang. Erstmal gab es Maccaroni mit Schinken Sahne Sauce im Gasthaus Gletscherstube. Sie bekamen kein Trinkgeld, hab sie als unfreundlich empfunden. War zwar echt ko und wollte kurz mal nach ein Platz fragen, auch wenn es noch nicht so spät am Tage war, aber von der Bedienung her, nein Danke. Bin dann also wieder aufgebrochen. Zum Glück hatte ich noch nicht soviele Kilometer in den Beinen und bin erstmal den längeren Weg raufgelaufen, hehe. Bin wieder runter, weil ich unsicher wurde, naja man konnte beide Wege entlang. Bin langsam hoch, bald wurde es mehr zum klettern. Was schön war und Abwechslung für den ganzen Tag. Direkt neben einen Wasserfall ging es entlang. Habe mir kleine Zwischenziele gesteckt. Irgendwann war ich in der vom höhe Wasserfall und es wurde richtig böse kalt dort. Es ging kurz eine Schotterstrasse entlang, der mühsamste Teil des ganzen Tages. In einer Kurve hab ich mich hingesetzt und kurz verweilt, jemand kam noch runter von der Braunschweiger Hütte und wir haben erzählt. Er sagte es sind noch ca 1,5 Stunden. Gut ich mach mir keinen Stress es ist noch lange hell und ich werde schon ankommen. Langsam hab ich mich weiter auf dem Weg gemacht. Es war ein schöner Anstieg, den ich in vollen Zügen genossen hab, klar lief der Schweiss, aber es war auch sehr schön. Irgendwann sah ich die Hütte und hab mich gefreut, aber dann war sie wieder weg und der Weg war trotz des ersten Blickkontakt noch sehr weit. Als ich sie dann wieder sah war sie nur extrem gross vor mir. Wollte eigentlich noch ein kurzes Päuschen einlegen und den Blick geniessen, aber nun waren es nur noch ein paar Minuten und die bin ich dann gleich noch hoch. Gegenüber war ein Gletscher, auch wenn er nicht so sauber war, sie hätten ihn ja abwaschen können, aber naja. War aber ein mega Gefühl so dicht an einem zu sein und sehen zu können.

Oben angekommen war ich erstaunt und Stolz auf meine Leistung heute. Habe drinnen nach einem Bett im Matratzenlager gefragt und auch bekommen. Sachen raufgebracht, war wenigstens den Schweiss kurz abduschen. Es gab für 1€ eine 1:30 Minute lange Dusche. Aber immerhin, hat gereicht für das Gröbste. Unten im Gastraum hab ich Bernd entdeckt, bin dann hin und er nur: „das ist jetzt nicht wahr“ doch ist es. Bin oben jippiiii. Klaus war auch super überrascht, er sagte mir er hatte mich aus dem Bus aus gesehen gehabt. Haben noch etwas erzählt bevor es für uns alle ins Bett ging.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 36,8 km, Total Distanz: 283,9 km, Höhenmeter: 2655 m, Total Höhenmeter: 15621 m, Abstieg: 911 m, Total Abstieg: 15201 m, Wanderdauer: 11,5 Stunden (mit Pause)

Durchs Pitztal von Wenns nach Mittelberg: 30,6 km, Anstieg: 1399 m und Abstieg: 665 m, Dauer: 7 Stunden

E5- Tg 12 Zams – Wenns

E5- Tg 12 Zams – Wenns

Oi, der Tag beginnt zu früh nach einer schlaflosen Nacht. Es war ein Fluss und man hat ihn gut pletschern gehört. Dazu hatte ich noch viele Gedanken im Kopf. Trotz der ganzen Erschöpfung. Mein 1. Satz heute morgen, ich glaube ich lauf nicht soweit und sofort Sonnenbrille aufgesetzt. Mein Fuss meldete sich gestern zurück und es ist einfach Mist, habe ihn gedehnt und geknackt und hoffe auf das Beste. Schnell wurden die Sachen verstaut, mich fertig gemacht und dann ging es schon zum Bus. Wir sind nach Zams zurück und von dort wird wieder der Weg aufgenommen. Vor der Tankstelle wurde noch schnell das Brötchen und Heringsfilet in Tomatensosse verspeist und dann ging es kurz vor 8 Uhr los. Es war schlecht bis gar nicht ausgeschildert. Hier fahren zu 98% die Menschen mit der Seilbahn hoch. Ein Einheimischer hat uns den Weg gezeigt und uns etwas mitgenommen. Er ist Kletterer, hat ein Tempo drauf und meinte so „man muss sich die Kräfte einteilen“ oh ja mit deinem Tempo auf jedenfall, aber er hat uns gut hochgezogen. Nach 10,6 km kamen wir bei der Skihütte an. Und dort wurd Schokolade gegessen und einfach kurz geruht. Auf dem Weg zur Skihütte haben wir noch ein nettes Ehepaar getroffen, sie wollten aber nicht ganz nach oben. Eigentlich nimmt jeder die Bahn hoch und läuft dort Tagestouren oder von dort aus runter. Auf jedenfall war für uns der 1. Teil des Tages geschafft. Noch 2 stehen bevor. Der weitere Anstieg zum Venetberg und dann der Abstieg nach Wenns. Okay, ich geb es zu, es gab noch einen Zwischenstop und Zwischenziel in Krahberg zur Mittagspause, ein Eis musste heute sein und ein paar Blaubeeren, als Nachtisch die ich unterwegs gepflückt habe, sie waren aber noch nicht süss. Gut gestärkt ging es an den Anstieg zum Venetberg, der auf 2512 m liegt. Puhhh es ging noch gut 1, 5 Stunden gut bergauf, dass Ziel immer vor Augen. Eine Familie kam mir entgegen, ich seh das Kreuz hatte noch ca 150- 200m. Frag natürlich die Familie ob es noch weit ist. Er schaut mich mit grossen Augen an und meinte vorsichtig, ca 150m noch. Es war ein Schwerz sagte ich nur, dass Kreuz ist nicht zu übersehen. Oben angekommen, jippiiii nach einem erbarmungslosen Anstieg, mit viel Sonne heute, aber geschafft. Dort haben wir Klaus kennengelernt. Er läuft auch bis zur Hirzer Hütte. Auf dem Gipfel hat man einen guten Blick auf das Lechtal und Pitztal. Dann bagann der Abstieg, es mussten aber noch 2 kleinere Anstiege überwunden werden. Bis es dann wirklich runter ging. Es war wieder ein Teil Geröll, aber bei weitem nicht so viel wie gestern. Stellenweise war es steil und die Beine hatten den Abstieg von gestern noch nicht ganz überwunden und meldeten sich schon bald zurück. Kurz hat es mich an den Gaustatoppen in Norge erinnert. Bald kamen wir an einer Alm vorbei, aber diesmal bitte nicht lange aufhalten, wir haben noch ein Stück vor uns. Obwohl diese Alm wunderschön war und perfekten Ausblick bot. Der Klaus blieb dort umd hatte sein Tagesziel erreicht. Der letzte Teil nach Wenns hatte doch etwas länger gedauert als gedacht. Obwohl wir gut durchkamen. Auf dem Weg nach unten hab ich auf dem Zeltplatz Mountain Camping angerufen, ob sie etwas frei hätten für 2 kleine Zelte. Das hatten sie. Super, dann kommen wir später. In Wenns ging es wie immer noch schnell in den Spar, Verpflegung und Abendbrot holen. Ich nehme nur Tagesrationen mit und komme mit dem gut aus. Muss aber täglich auffüllen. Danach ist mir eingefallen ich bräuche etwas mehr fürs Wochenende. Da wir den Bus von Wenns zum Zeltplatz nahmen und ich morgen früh wieder zurück fahre ist sicher schon etwas offen. Hier sind ansonsten nur noch sehr kleine Dörfer, wohl ohne Einkaufsmöglichkeiten. Beim Mountain Camping haben wir uns angemeldet und er hat uns die Strohhütte, ohne Stroh, aber mit 2 Betten angeboten. Brauchten auch nur 15€ zahlen, sicher E5 Wanderer Rabatt. Die Zeit fürs Zelt aufbauen und einräumen wird dadurch gespart, was super ist. Ich bin total ko, man könnte sagen total platt und morgen steht wieder ein langer Tag an. Das Ziel ist es morgen das ganze Pitztal abzulaufen, aber es geht immer der Strasse entlang und wenn dann die Kraft noch reicht, hoch zur Braunschweiger Hütte.

Das ist die Seescharte, über die kam ich gestern.

Wieder der Hubschrauber der ins Lechtal flog.

Lieben Gruss Melli 🌸

Anstieg nach Krahberg hat 4 3/4 Stunde gedauert, 13, 3 km und ca 1445 Höhenmeter.

Wanderinformation:

Distanz: 25.2 km, Total Distanz: 247,1 km, Höhenmeter: 2277 m, Total Höhenmeter: 12966 m, Abstieg: 2046 m, Total Abstieg: 12324 m, Wanderdauer: 10:45 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 11 Madau – Zams

E5- Tag 11 Madau – Zams

Habe Frühstück im Gasthaus gegessen, da es bezahlt war. Dadurch bin ich erst zu 8 Uhr los gekommen. Etwas spät, aber sollte gut sein.

Nach 1,6km hatte ich die 200 km erreicht. Genau da spricht mich mal jemand von der Seite an, was ich denn mache. Habe ihm erzählt, dass ich schon in Konstanz losgelaufen bin und wir sind zusammen weiter gelaufen. Er ist der Bernd, ist gestern in Oberstdorf gestartet und möchte soweit kommen wie möglich. Hirzer Hütte oder Meraner Hütte. Beim Anstieg hab ich mich hinter ihm eingereiht. Bei Anstiegen laufe ich gerne hinterher. Alleine bin ich manchmal etwas zu schnell, was sich nach hinten raus nicht bezahlt und noch sind die Beine nicht ganz da wo sie sein müssten. Allerdings taten die ganzen Anstiege auf den Lofoten gut. Dieser Anstieg zur Memminger Hütte war wesentlich anstrengender und es ging steiler bergauf als zur Kemptner Hütte. Hab die ganze Zeit zu Bernd gesagt, wir haben es gleich, bald sind wir oben. Ich kann die Hütte schon riechen. War aber nicht so es war immerhin noch ein gutes Stück. Aber endlich das erste mal konnte man sie sehen die Memminger Hütte und das 1. Tagesziel lag vor unseren Augen. Kurz vor der Hütte konnte man viele Murmeltiere sehen. Gehört hatte man sie schon sehr oft, aber wollten sich nicht zeigen lassen. Haben auf der Hütte kurz Rast gemacht, ich Spezi bestellt und die war teurer als Bernds Bier. Fand ich nicht gut. Das hat mich den ganzen Tag immer mal wieder beschäftigt.

Nach der Rast lagen noch, die letzten 200 Höhenmeter vor uns. Das ging alles nur noch in kleinen Schritten hoch. Zwischendrinnen nochmals Pause gemacht. Und dann ging es steil hoch. Einmal hab ich Bilder gemacht, und es war einfach schwer dort zu stehen. Das letzte Stück war mit Stahlseilen. Stahlseile helfen einem auch, mir zumindest, finde es leichter. Und dann kam ich glücklich oben an, bin in der Seescharte rüber, der höchste Punkt fpr heute. Was für ein Ausblick wurde uns geboten. Wow.

Auf der anderen Seite mussten wir wieder runter. Dort waren keine Seile angebracht. Für die ersten 3 m fände ich es gut. Mir war etwas mulmig vor den ersten Metern. Es war sehr steil und viel Geröll, viele kleine Steine. Und das lange, schnell verloren wir an Höhe aber es ging auf die Knie, Waden und Oberschenkel. Es ging so ein paar Kilometer. Hab einmal die öffentlicht Toilette benutzen wollen, entspanne die Beine, setzt Rucksack ab und geh auf die Wiese und schwups lag ich lang. Die Beine hatten die Pause verdient. Nach einer Weile wurde es weniger geröll. Halte ausschau nach Steinböcken, liegt ein Steinchen auf dem Weg. Von Punktrichter hätte ich sicher eine 10 bekommen. Arme nach oben, Stöcker fallen lassen, Arme nach unten und alles synchron. Musste etwas lachen und fragte Bernd ob er das gesehen hätte, nee da war der Busch dazwischen. Wir kamen noch an einer Alm vorbei und haben nochmals Pause gemacht. Heute brauchte ich die auch. Der Wirt waren lieb verrückt und dort musste man nur lachen. Sie sagten es stehen noch 3 Std an, dann müssen wir schnell weiter, es war nämlich schon ca 15 Uhr. Kamen an Kuhweide und Yaks vorbei, die Yaks hatten gerade Jungtiere. Wir liefen über eine schöne Wiese mit Wald und Wasser in der Nähe vorbei. Redeten davon wie schön es wäre hier zu campen, kommen 4 Jäger um die Ecke. Sie sind dort auf einer Hütte die nicht weit entfernt war. Gut doch nicht der ideelle Ort um wild zu campen. Sind bis Zams durch gelaufen um für morgen noch Proviant zu kaufen. Es ging lange an einem Berg entlang, Zams hatten wir aus der Ferne schon gesehen, aber es hat noch ewig gedauert bis wir dort ankamen. Was mir mehr und mehr Sorgen machte, dass ein Hubschrauber laufend über und an uns vorbei flog. Irgendetwas muss da gewesen sein.

Endlich kamen wir unten am Weg an. Was für eine riesen Freude. Genauso wie vorher am Tag, als ich in der Seescharte oben war. Die Beine zitterten immer mal noch von der extremen Anstrengung beim runter laufen. In Zams sind wir zu einer Tankstelle. Haben die Dame gefragt ob sie beim Campingplatz anrufen könne und fragen könne ob etwas frei wäre. Sehr lieb, dass sie es gemacht hat. Sie hat uns auch ein Taxi gerufen, mit Bus wäre es zu lang gewesen. Gut jeder hat 4€ bezahlt, dass geht schon mal. So fertig wie ich war, war das auch sehr gut schnellst möglich voran zu kommen. Waren noch im Lidl und haben Abendbrot und für morgen Proviant geholt. Sind dann zum Camping Riffler gegangen. Super schöner kleiner Campingplatz. Der Inhaber hat uns selbstgebrannten Schnapps gegeben. OiOiOi 1 Glass Pflaumenschnaps, war sehr stark. Dann gab es nur noch Abendbrot. Der nächste Tag wurde noch etwas geplant und dann ab ins Zelt.

Irgendwo dort oben ist das Ziel.

Der Blick zurück ist schon atemberaubend.
Murmeltiere

Ein Schmetterling setzt sich nieder auf mich.
Die Memminger Hütte
Der Weg ist gut zu erkennen zur Seescharte.
Oben, hoch in den Bergen die Seen.

Noch beim Anstieg.
Glücklich, einfach nur glücklich.

An der Oberenalm auf dem Weg nach unten.
Es geht steil bergab.

Zams liegt vor uns und doch noch ein langer Weg.

Grüsse Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 23,5km, Total Distanz: 221,9km, Höhenmeter: 2462m, Total Höhenmeter: 10689m, Abstieg: 2994 m, Total Abstieg: 10278m, Wanderdauer: 11:30 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 10 Oberstdorf – Madau

E5- Tag 10 Oberstdorf – Madau

Gut um 04 Uhr aufzustehen war etwas zu überschwinglich von meiner Seite. Kurz nach halb sechs hat es gut geklappt. Alles wurde verstaut, Zelt ist leider pitsch nass, aber muss es unterwegs trocknen lassen. Jetzt geht es richtig auf in die Alpen. Bin zum Bahnhof was der Ausgangspunkt ist.

Um 07:02 Uhr ging es los. Also noch nicht zu spät zu überwältigen sind 1000 Höhenmeter in den nächsten Stunden und es ist zum Glück etwas frisch. Der Weg wurde leicht gefunden heute durch Oberstdorf. Bin über die Trettach und sie lief rechts mit mir mit. Endlich kam ich bei Spielmannsau an, bin nur vorbei aber ich wusste jetzt beginnt der lange Anstieg. Es gab noch ein Proteinriegel und eine 5min Pause. Der Weg ist noch gut aufgeweicht von dem Regen der letzten 2 Tage. Auch mal etwas rutschig. Aber ansonsten sehr gut, es geht hoch aber man hat auch Erholungsphasen dabei. Liegt mir gut. Nach ca der Hälfte des Anstiegs bin ich an eine kleine Kapelle vorbei und habe ein kleines Päuschen gemacht. Es gab Landjäger und viel Wasser. Auf ging es die letzten ca 3km bis zur Kemptner Hütte. Habe auf dem Stück ein Vater mit Sohn getroffen, sie laufen zusammen bis Meran. Bald werd ich auch mal mit meinem Muttchen los ziehen. Vorfreude. Neben mir war eine Schlucht und da lag noch Schnee, er war etwas dreckig so hab ich ihn erst nicht wahr genommen. Viel Wasser rannte am Berg runter und wo es kritisch gewesen wäre, waren Stahlseile. Habe dann gesehen es geht etwas rechts und dachte mir dort muss doch die Hütte, Kemptner Hütte, bald sein und so war es auch. Endlich der schwerste Teil des Tages lag beim erreichen der Hütte hinter mir. Dort hab ich eine etwas längere Pause gemacht und mich mit einer Familie unterhalten, die ich schon in meiner kurzen Pause gesehen hatte. Meine Schuhe wurden gleich mal angesprochen, sind ja Trailrunner, aber ich sagte gleich hab jetzt mit solchen Schuhen mehrere tausend Kilometer gemacht und fühle mich Trittsicherer als in Bergschuhen und bekomme keine Blasen. Dann ging es nochmals etwas hoch zum Mädelsjoch, 1844 MüM und ich war froh nun endlich den höchsten Punkt meines Tages erreicht zu haben. 👍 Und stolz wie bolle, dass ich bis zur Kemptner Hütte 30min schneller war als angeschrieben. Und ich habe mal wieder eine Landesgrenze überquert. Ab sofort bin ich wieder in Österreich.

Dann konnte der Abstieg beginnen. Oi der war Anfangs ganz schön steil und ich sehr froh von der anderen Seite hoch gekommen zu sein. Nach einer Weile war es nicht mehr so steil, und es ging schneller. Bin dann den Wasserfall Weg entlang. Es war nur noch ein grosser dort. Bin unten entlang, wenn man oben lang geht kommt man über eine Hängebrücke. Schon cool. Kam dann nach Holzgau, ein sehr schöner kleiner Ort oder auch Dorf. Was sehr schön war, dass die Fassaden sehr hübsch verziert waren. Durch die Lüftlmalerei ist Holzgau sehr bekannt. Nach Holzgau hab ich mich etwas hingesetzt und Pause gemacht und einen super Ausblick gehabt. Aber ich wusste ich muss noch ein Stück, dass Stück bis Madau. Habe mein Tag etwas länger geplant um morgen in Zams anzukommen. Und mein extra Pausentag rauszulaufen. Konnte noch einmal den Blick zurück erhaschen, wo ich her kam. Hab etwas gestaunt, wenn man dann die Bergspitzen sieht. Bin einmal kurz vom Weg runter um mir für den Abend meine verdiente Brause zu holen. Bin dann wieder zurück, wo ich den Weg verlassen hab und bin weiter, aber der Ort ziehte sich ewig. Dachte ich wäre schon fast beim Zwischenstopp, Bach, aber nein. Es ging noch ein Stück und es ging langsam wieder bergauf. Komme dann endlich am nächsten Wegweiser vorbei, wo es nach Bach gehen sollte und mein Endziel, Gasthaus Hermine, war mit 2 Stunden ausgeschrieben. Ahhhh 2 Stunden?!? Hab ich mich vorhin doch nicht verschaut, wo ich 5 Stunden gesehen habe. Diesmal hab ich vorgebucht und es lag schon ein langer Tag hinter mir. Puhhhh aber okay, dass bekomme ich dann auch noch hin. Es ist zwar schon 17 Uhr aber dann wird es ein etwas längerer Tag. Es ging auf einer Teerstrasse bergauf, kam mir nach den langen Tag zugute. Hab 2 getroffen, sie kamen mir entgegen und sagten, mit dem Anstieg bin ich erstmal fertig, super es geht gerade aus. Am nächsten Wegweiser wusste ich auch, so lange wird es doch nicht gehen. Habe schon 20min rausgelaufen. Vor mir waren plötzlich 2 andere Wanderer, sie hatte ich schon manch einmal vor mir gesehen gehabt und wir hatten uns überholt. Sergei und Christina. Zusammen sind wir bis zum Gasthaus Hermine gelaufen. So spät kamen wir auch nicht an, um 18:15 Uhr konnte ich dann endlich einchecken. Mein Bett beziehen. Endlich das Zelt zum trocknen aufhängen, hab extra Wasser mitgeschleppt. Und eine Warme Dusche geniessen, dass ist Luxus auf Hütten. Hab aber mich selbst versorgt, mit einem Süppchen. Das Menü wäre zuviel gewesen oder auch nicht, wer weiss. Aber ich hat mein Essen bei und dann kann ich das Essen. Es geht nichts über Ramen nach einen so langen Tag, hehe. Bin auch etwas erstaunt, dass die Beine nach so einem langen Tag noch wirklich gut drauf sind. Weder Bergauf noch Bergab haben sie sich wie Kartoffelbrei angefühlt. War gut mit den Pausentagen und dem Training auf den Lofoten, wo es die Berge steil hoch und runter ging.

Sind viele oder mehrere unterwegs und alle in Gruppen bzw. Pärchen. Man kommt da etwas schlechter rein. Ist anders muss ich gestehen, man wird auch nicht oft angesprochen. Anders als in Amerika. Aber kleine Dialoge für ich ja immer mal, was schon toll ist. Und ich kann nicht sagen, dass es mir langweilig ist.

Lieben Gruss Melli 🌸

Wanderinformation:

Distanz: 36,3km, Total Distanz: 198,4km, Höhenmeter: 2703 m, Total Höhenmeter: m, Abstieg: 2206 m, Total Abstieg: m, Wanderdauer: 11 Stunden (mit Pause)

E5- Tag 8 und 9 Pausentag

E5- Tag 8 und 9 Pausentag

Gestern, der 13. August, war geplanter Pausentag. Da es mein Geburtstag ist. 😊 Joli war auf den Weg und wir wollten den Tag zusammen verbringen. Mist nur, dass ich in den Bergen bin und es nicht viele Strassen hierher gibt. Und die Strasse die sie fuhr war wegen Sprengarbeiten im Tunnel gesperrt. Auch eine kleine Umgehungsstrasse. Sie war nur noch 20km entfernt, aber kam nicht mehr durch. Dadurch wurde es ein sehr telefonreicher Geburtstag, mit Joli und meinen Ellis, was dann auch sehr schön war. Viele Nachrichten wurden ausgewechselt und der Tag war gerettet. So ist es in den Bergen.

Das hat die liebe Joli vorbereitet gehabt. Ballons u d Kuchen. 😍

Plötzlich kam hier ein Gewitter auf und ich bin nach einer Weile, wo es nicht mehr ganz so schlimm regnete zum Zelt nachspannen gegangen. Man sollte es nie mit Badelatschen machen. Könnte ins Auge ähh Fuss gehen.

Bumbs war der Hering durch.

Mit Franzel hab ich noch den Abend verbracht und dem Telefon. Bin früh ins Bett, da ich versuchen wollte den Tag früh zu starten, nur laut Wetter App sieht das Wetter morgen nicht so gut aus.

Heute bin ich aufgewacht und es fing an zu regnen, gut dachte ich. Dann kann ich noch etwas weiter schlafen. Als es nach über einer Stunde rausschaute sah es nicht viel versprechend aus wie erwartet. Alles bewölkt und es kommt noch mehr regen. Also erstmal noch etwas abwarten. Es klarte etwas auf um sich dann extrem zu zuziehen und immer wieder regenduschen dazwischen.

Habe mich dann entschieden noch ein Tag Pause einzulegen. Wer weiss wofür es gut ist. 😉 Hoffe nur, dass die 2 Damen heute nicht weiter gelaufen sind. Da sie schon alles vorreserviert haben, stehen sie im Zugzwang oder fahren mit dem Bus/ Zug rum. Wenn es den denn von hier aus zum nächsten Ort gibt.

Mein Ziel ist nicht erkennbar.
Alles zugezogen.

Habe den Standort vom Zelt verschoben. Es war mir die letzten 2 Nächte zu laut. Stehe jetzt schön am Rand und hoffe, dass ich heute Nacht früher schlafen kann. Gestern hab ich dann um 22:30 Uhr vorsichtig um etwas ruhe gebeten.

Heute war ich in Oberstdorf und bin dort die Gassen entlang gelaufen. Ist wirklich sehr neckisch und schön. Sie versuchen, dass alte sehr zu bewahren.

Danach ging es zum Zeltplatz zurück. Es wurde die Sonnenpause genutzt um zu duschen und nochmals Handwäsche von den getragenen Sachen zu machen. Die Sonnenpause war nur zu kurz. Vorbereitungen für morgen sind getroffen, Wasser auffüllen, Essenstüte zusammenpacken usw..

Hoffe auf eine ruhige und baldige Nacht. 😀

Lieben Gruss Melli 🌸