Dieser Blog ist für jeden, der gern wandert oder mich visuell auf Wanderungen begleiten möchte.

Olavsweg

Heute mit leichten Gepäck unterwegs.


Unser Tag begann wieder früh und wir waren sehr gut ausgeruht. Es war ebenfalls gut, gestern sehr früh ins Bett zu gehen. Ich bin schon kurz nach acht Uhr eingeschlafen und Mutti ist kurz nach mir ins Bett gegangen. Um 06:14 Uhr haben wir wieder die S-Bahn nach Haslum genommen und sind zu unserem Ausgangspunkt zurückgegangen. Um 06:46 Uhr begann der zweite Tag auf dem Olavsweg für uns und wir freuten uns. Das Wetter war wie gestern, aber es war kein Regen, also alles super.

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Die Gapahauk.

Das erste Zwischenziel war eine Gapahauk (ein schlichtes Holzhaus). Die Gapahauk war eigentlich unser Ziel am Vortag, aber wegen Gewitter hatten wir uns um entschieden. Nach fast 3 km sind wir dort angelangt. Es ging schön hoch und irgendwie waren wir beide froh, ohne schweren Rucksack unterwegs zu sein. An der Gapahauk gab es eine kurze Pause. Wir fanden den Platz sehr schön und er gibt eine tolle Unterkunft her. Wenn man hier zelten möchte, dann kann man ohne Rucksack ein Stück weiter gehen und bekommt Wasser aus einem kleinen Bach. Es sind nur ein paar Hundert Meter.

Weiter ging es im Wald entlang, einige Steine lagen auf dem Weg, was zum Aufpassen anregt. Es war nass draußen und man rutscht leicht weg. Es ging wieder aufwärts und dann waren wir auf dem Skriverberget. Beim Heruntergehen war ebenfalls Vorsicht geboten, bis wir dann auf einen Grusvei auf Deutsch übersetzt Schotterstraße kamen. Ihr folgten wir, es war angenehm, zu laufen, und wir kamen von dort nach Lommedalen.

Es ging sehr lange durch Lommedalen. Wir kamen an 2 Golfplätzen vorbei, wir kreuzten 2 Hauptstraßen, bis wir nochmals eine Pause auf einem Parkplatz machten. Wir hatten schon 11 km hinter uns gebracht und es war noch Vormittags. Das hätten wir niemals mit schweren Rucksäcken geschafft. Da hätten wir sicher hier schon aufhören müssen. Von dem Parkplatz sind wir weiter auf einer Schotterstraße gelaufen. Dieser folgten wir auch bis Sundvollen. Mutti ist das Stück schon einmal gelaufen und war sich sicher, es geht jetzt 2 oder 3 Mal kurz und knackig hoch und dann ist es gut. Das kurz und knackig rauf laufen, hat sich die nächsten 13 km durch gezogen. Das war ihr nicht mehr so in Erinnerung. Allerdings war es nicht weiter schlimm, im Gegenteil. Es war angenehm, dort zu laufen, dadurch hat man leichte Abwechslung.

Wir kamen weiterhin gut voran. Es gab 2 Gründe, der leichte Rucksack bei mir und Mutti keinen Rucksack. Ich wollte Mutti schnell nach Sundvollen zum Tagesziel bringen. Damit wir nicht zu spät zu Hause sind. Morgen geht es für uns beide wieder arbeiten. Allerdings muss Mutti früh raus und ich kann ausschlafen.

Wir gingen über die Amtsbrua, hier ist die Markierung von der Bærum Kommune zur Hole Kommune. Jetzt sind wir schon in unseren 3. Kommune. Links und rechts von uns war viel Wald und ich dachte an Bären. Und daran, dass es schön wäre, einen auf Abstand zu treffen. Mutti fand diesen Gedanken leider nicht ganz so attraktiv wie ich.

Ich hatte immer mal auf die Uhr geschaut und ab Mittag im Blick behalten. Wir hatten das gute Tempo und den Bus nach 15 Uhr schaffen wir locker. Also gönnen wir uns eine Pause und haben noch superviel Zeit, bevor wir uns stressen müssen. Kurz nach unserer Pause kam mal wieder ein Schild mit Kilometer Zahl bis zur Kleivstua, von der Kleivstua sind es ca. 800 m bis nach Sundvollen. Es waren nur noch 4,5 km bis zur Kleivstua. Gut, dann wird eben doch nicht getrödelt und das Tempo wird nicht allzu sehr verlangsamt. Mutti hat das Tempo locker mit gemacht. Ich bin total fasziniert.

Und schon lag die Kleivstua vor uns und wir konnten schnell sehen, wo es heruntergehen sollte. Die Beine werden es uns morgen wirklich danken. Es gibt zwar noch einen anderen Weg runter, aber wir sind den normalen Weg heruntergelaufen. Nach Kurzen war der Blick aufs Tyrifjord frei, war das schön. Tolle Farben und Wolken am Himmel gaben es eine besondere Pracht. Unten angekommen waren wir in Sundvollen. Ich habe schnell nach dem nächsten Bus geschaut und wie weit die Bushaltestelle entfernt ist, es war nur 800 m bis zur Bushaltestelle. Zeit hatten wir weiterhin noch genug 25 min, bis der nächste Bus ankommt. Das Tolle war, der Olavsweg geht bis zur Bushaltestelle. Also brauchten wir keinen Umweg zu laufen. Von hier geht es am Mittwochabend weiter. Jetzt genießen wir die Ruhetage mit, arbeiten.

Von der Kleivstua kann man Richtung Kongens utsikt laufen, dort kann man im Wald Zelten und Bäche/ Fluss gibt es ebenfalls. Wer noch die 1,5 km bis zur Kongens utsikt schafft, hat einen superschönen Ausblick übers Tyrifjord, was nur zu empfehlen ist.

Lieben Gruss Melli 🌸
Olavsweg Tag 2
Gewandert: 27 km
Höhengewinn: 1208 HM  / Höhenverlust: 1229 HM

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2 Antworten

  1. Alle Achtung!!
    Ich (wir :-)) sind ganz schön stolz auf euch.
    Eine tolle Idee, diese Zeiten für solch einen Trip zu nutzen.
    Wir verfolgen eure Erlebnisse und drücken euch die Daumen für all eure Ziele.
    Trondheim ruft

    1. Oh danke, dass ist mega lieb von euch. Ja wir haben es so gut hier und genießen es sehr. Liebe Grüße von uns an euch. 😊

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Melanie Teetz

Reise Blogger

Hier berichte ich über meine Wanderungen, Erfahrungen und Gedanken.

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