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Olavsweg

Der Olavsweg geht über den Høgkorsplassen

Mutti ist um kurz nach 6 Uhr aufgestanden ich um halb sieben. Ich kann etwas länger liegen bleiben, da die Routine bei mir etwas schneller ist. Wir beide hatten eine gute Nacht im Zelt. Zwar ist jeder mal zwischendurch aufgewacht, aber es war besser als unsere erste Nacht im Zelt. Mutti war aufgeregt vor dem Anstieg zum Høgkorsplassen. Jemand hat ihr gestern erzählt, dass dieser Berg sehr anstrengend ist und sehr steil und sie machte sich Sorgen. Im Endeffekt war es nicht so schlimm. Nur einen Schritt nach dem anderen setzten und wir kommen an und zwischendurch kann man auch Pausen einlegen.

 

Jedenfalls haben wir in Ruhe gepackt, gefrühstückt und sind um halb neun losgelaufen. Nach dem nervösen Morgen waren wir gut motiviert um den Anstieg hinter uns zu bringen. In Brandbu bin ich noch schnell zum KIWI gelaufen und habe uns für die Mittagspause Hefegebäck mit Vanillepudding (Skoleboller), Cola und Fanta mitgenommen. Das wird eine schöne Überraschung für Mutti und soll es erst am Høgkorsplassen geben. Der Weg zum KIWI war kein großer Umweg, aber trotzdem ärgerlich da uns der Weg etwas später direkt an einem Spar vorbeigeführt hatte. Wir wurden noch einmal angesprochen von einem Mann, ob wir den Olavsweg laufen und er sagte, der bevorstehende Anstieg ist nicht so schlimm. Super, das war gut schön zu hören und Mutti war um einiges beruhigter. Mein Rucksack war nach dem Stopp beim KIWI sehr schwer und es gab bald eine Pause im Schatten. Bis zu dieser Stelle waren wir der Sonne und Hitze ausgesetzt. Nach dem kurzen Stopp warn links und rechts von uns Wald, zwar liefen auf einer Straße entlang, aber im Schatten.

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Wir kamen zu einer Gabelung, der Weg ging nach rechts weiter wir verließen die Asphaltstraße und waren auf einer alten Schotterstraße was um einiges angenehmer zum Laufen war. Ab dort ging es nicht mehr so stark aufwärts, allerdings waren immer wieder kurze, kleine und knackige Anstiege dabei. Was sich bis zum Høgkorsplassen durchzog. Auf dem Weg zum Høgkorsplassen konnte ich immer wieder kleine Stellen entdecken, wo man sein Zelt aufschlagen könnte. Auch beim Høgkorsplassen wäre es super schön gewesen, die Nacht dort zu verbringen. Auf dem Weg lag plötzlich eine kleine Schlange neben meinen Füßen, sie hat schnell das Weite gesucht. Mensch, Mensch viele wilde Tiere hier und mit Schlangen habe ich nicht gerechnet, eher mit Elchen. Links und rechts von uns war ab und an ein Gehöft, nach einem gab es nochmals ein Päuschen, um den Rest auch noch gut zu schaffen.

Nach einigen Stunden, Kilometer und auch Höhenmeter waren wir endlich am Høgkorsplassen angekommen. Also erst ich Mutti war etwas hinter mir. Ich bin nochmals zurückgelaufen um Muttis Rucksack zu holen. Auch wenn es nicht lange war, aber es hilft auch nur für ein paar hundert Meter den Rucksack mal nicht auf dem Rücken zu haben. Es gab unsere verdiente Mittagspause, Mutti wurde überrascht mit der Skolleboller und einer Fanta. Wir saßen auf einer Bank und haben es nur genossen, ich war so stolz auf Mutti. Im Nachhinein sagte sie ebenfalls, dass es gar nicht nötig war, so nervös gewesen zu sein. Wir saßen eine Weile dort oben, aber wollten heute noch etwas weiter kommen also machten wir uns wieder auf den Weg. Es ging lange bergab, es war zum Glück nicht steil, allerdings wie bergauf auch ein gutes Stück lang.

Wir kamen zum See, mussten an einer Hauptstraße entlang und kamen zu einem Wohngebiet oder wo einige ihre Freizeithäuser haben. Eine Frau kam auf uns zu und hat uns Wasser und Essen angeboten. Wasser nahmen wir, aber Essen haben wir dankend abgelehnt, da wir genug dabei hatten. Es ging wieder bergauf und danach ging es in einem Wald entlang. Wir wollten hier unseren erfolgreichen Tag beenden, allerdings waren überall unzählige Ameisen. Selbst eine kurze Pause war nicht möglich, die Ameisen waren überall. Also ging es noch ein Stück und noch ein Stück, wir wurden müde und waren k. o. An einem Bauernhof schauten wir nach einem Platz, aber dieser war nicht sehr gut. An einem Haus klingelten wir, ob wir unser Zelt dort aufstellen könnten. Es hat uns aber niemand aufgemacht, sie haben uns sicher gesehen und dachten: „Pilger schon wieder, da machen wir lieber nicht die Tür auf“. Auf der anderen Straßenseite haben wir einen Wald gesehen, voller Hoffnung sind wir dort schauen gegangen und hatten Glück. Hinter dem Wald war ein Feld und wir konnten dort unser Zelt aufstellen.

 

Lieben Gruß Melli 
Olavsweg Tag 6
Gewandert: 26,6 km


 

 

 

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Melanie Teetz

Reise Blogger

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